Doris Schröder-Köpf als Ehrengast auf dem SPD-Empfang

Doris Schröder-Köpf, niedersächsische Landesbeauftragte für Teilhabe und Migration, war Ehrengast und erzählte über Erfahrungen in ihrer Funktion. Daneben SPD-Ortsvereinsvorsitzender Ahmet Kuyucu.
  • Doris Schröder-Köpf, niedersächsische Landesbeauftragte für Teilhabe und Migration, war Ehrengast und erzählte über Erfahrungen in ihrer Funktion. Daneben SPD-Ortsvereinsvorsitzender Ahmet Kuyucu.
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BURGDORF (dno). Dichtes Gedränge herrschte in den Räumlichkeiten des SPD- Bürgerbüros am vergangenen Sonntagvormittag. Hier wurde schon fast traditionell zum Frühlingsempfang geladen. Zahlreiche Bürger und Bürgerinnen folgten der Einladung und warteten gespannt auf die Worte und Ausführungen des angekündigten Ehrengastes.
Toleranz und Akzeptanz bilden wichtige Grundsteine für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen. Dieses Thema spielte auch beim Frühlingsempfang in Burgdorf eine bedeutende Rolle. SPD- Ortsvereinsvorsitzender Ahmet Kuyucu freute sich über das große Interesse am Thema Zuwanderung und war besonders stolz, die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder- Köpf in der Schlossstraße begrüßen zu können.
„Mein Wunsch ist es, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen“, so Schröder-Köpf. Und dies gelang ihr in der folgenden Stunde ausgezeichnet. Die Zuhörer, darunter Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann, Regionsabgeordneter Rudi Alker, SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks, Europaabgeordneter Bernd Lange sowie Ortsbürgermeisterin Ehlershausen Birgit Meining, hörten interessiert, welche Erfahrungen und Erlebnisse die Landesbeauftragte bisher in ihrer ehrenamtlichen Funktion machen durfte.
Dabei machte Schröder-Köpf klar, dass, „es sich nicht um „Flüchtlinge“ handelt, sondern Menschen, denen geholfen werden muss und denen Perspektiven gegeben werden müssen.“
Keine leichte Aufgabe, denn Prognosen zufolge werden 2015 bundesweit 500.000 Flüchtlinge erwartet. Migration ist eine Daueraufgabe oder besser ein Dauerauftrag. Denn zahlreiche Entscheider und vor allem Ehrenamtliche arbeiten an einer annehmbaren Willkommenskultur für die Flüchtlinge. Auch ihr seien oft die Hände gebunden, so Schröder-Köpf. „Ich verstehe nicht jede Entscheidung. Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Aber es bietet auch Chancen für unser Land“. Damit erntete sie viel Zustimmung aus den Reihen der Zuhörer“.
Mit Bildung, Sprachkursen und vielen Angeboten werde jedoch auch in die Zuwanderer investiert. Eine Investition, die sich auf Dauer bezahlt machen könnte. „Die Dörfer bei uns sterben teilweise aus. Wir sind auf die Zuwanderung angewiesen. Und es sind oft die gebildeten Menschen, die flüchten oder flüchten können, weil sie die nötigen Mittel dazu aufbringen“, so die Landesbeauftragte.
Der frühzeitige Zugang zum Arbeitsmarkt und das Öffnen von Integrationskursen seien wichtig, um ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in Niedersachsen führen zu können. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, es sei hilfreich, die Zuwanderer schulisch oder beruflich zu fördern, ihre möglichen Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und zu nutzen. Es lohne sich in jedem Fall, unabhängig davon, welche Entscheidung am Ende eines Asylverfahrens stehe.

Autor:

Birgit Schröder aus Burgwedel

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