„Burgdorf – eine Stadt verändert ihr Gesicht“

Die Löwen Apotheke im Jahr 1912.
2Bilder

BURGDORF (r/jk). Der VVV und die Stadt Burgdorf präsentieren im Rahmen des Themenjahrs „Burgdorf schreibt Geschichte“ die Fotoausstellung „Burgdorf – eine Stadt verändert ihr Gesicht“. Sie ist in der KulturWerkStadt, Poststraße 2, vom 12. März bis 1. Mai zu sehen und startet am Sonnabend, 12. März, um 14.00 Uhr mit einer öffentlichen Führung. Fotograf Dieter Heun – bekannt für seine Beiträge zur Burgdorfer Jahreschronik - hat die Bilderschau aus dem Archiv seiner stadtgeschichtlichen Fotosammlung zusammengestellt.
In zahlreichen Bildpaaren stellt er historische und aktuelle Stadtansichten gegenüber und demonstriert den Wandel des stadtgeschichtlichen Erscheinungsbildes. Dabei ist eine sehenswerte Foto-Dokumentation entstanden, die auf eindrucksvolle Weise die rasante städtebauliche Entwicklung der Auestadt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt und mit wissenswerten Hintergrundinformationen versehen ist.
Die Besucher der Ausstellung sehen Fotografien markanter historischer Bauobjekte, die einst das Stadtbild geprägt haben und schon vor vielen Jahren den neuzeitlichen Veränderungen weichen oder sich erheblichen Wandlungen unterziehen mussten. Dazu gehören die Betriebsgebäude kleiner und großer Burgdorfer Traditionsunternehmen und Familienbetriebe, die in den Jahren nach der Reichsgründung im Jahr 1871 ihre Produktion aufnahmen oder ihr Geschäft eröffneten. Die Erinnerung an sie ist heute fast erloschen. Über viele Jahrzehnte garantierten sie den wirtschaftlichen Aufschwung Burgdorfs, bis sie den verschärften Konkurrenzbedingungen seit den 1960er Jahren zum Opfer fielen. Alle historischen Spuren dieser Unternehmen – mit Ausnahme des Fabrikschornsteins der ehemaligen Nahrungsmittelfabrik Peters, Friederikenstraße 52 - haben sich in der Neuzeit verloren. Nur die in der Ausstellung gezeigten Fotos erwecken sie wieder zu neuem visuellem Leben.
So hat sich in der Schillerslager Straße 48, in der seit 1988 Deckenstrahlplatten für Heizsysteme produziert werden, von 1878 bis 1967 eine Waagenfabrik befunden. Auf dem Gelände Vor dem Hannoverschen Tor 27, das seit November das Rathaus IV beherbergt, stand von 1894 bis 1972 das Betriebsgelände einer Genossenschaftsmolkerei. 1986 wurde das 1903 gebaute und 1931 umgebaute Geschäftshaus der Kreissparkasse Burgdorf in der Marktstraße 23 abgerissen. Die Wilhelm Cramer GmbH errichtete an dieser Stelle einen Neubau, in dem sie bis Ende 2010 einen ihrer Supermärkte betrieb. Weiteres Bildmaterial führt das Schicksal ehemaliger bekannter Hotel- und Gaststättenbetriebe wie des „Hotels zum Löwen“ in der Marktstraße 21 vor Augen und erinnert an die bauhistorische Entwicklung bekannter Burgdorfer Straßenzüge wie der Kreuzung am Schwarzen Herzog, der Grund- und Hauptschule I und an den Entstehungsprozess der 1975 fertig gestellten Hochbrücke.
Die Ausstellung ist sonnabends und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Sonderführungen, auch außerhalb der Öffnungszeiten, sind für Vereine und Gruppen nach Absprache mit VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich, Telefon 05136/1862, jederzeit möglich.

Die Löwen Apotheke im Jahr 1912.
Die Löwen Apotheke heute.
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.