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Bewerbung um EU-Förderung

Der Burgdorfer Büergemeister Armin Pollehn (von links), die Burgwedeler Bürgermeisterin Ortrud Wendt sowie die Bürgermeister von Isernhagen Tim Mithöfer und von Lehrte Frank Prüße freuen sich über die eingereichte Bewerbung und hoffen auf eine Anerkennung der Leader-Region Aue-Wulbeck.
  • Der Burgdorfer Büergemeister Armin Pollehn (von links), die Burgwedeler Bürgermeisterin Ortrud Wendt sowie die Bürgermeister von Isernhagen Tim Mithöfer und von Lehrte Frank Prüße freuen sich über die eingereichte Bewerbung und hoffen auf eine Anerkennung der Leader-Region Aue-Wulbeck.
  • Foto: KoRIS
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Altkreis (r/fh). Die Region Aue-Wulbeck hat ihre Bewerbung für das Leader-Programm der Europäischen Union (EU) eingereicht. Sie setzt sich aus den Kommunen Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Isernhagen zusammen. Wenn sie eine Zusage erhalten, können sie für die Förderperiode 2023 bis 2027 mit Fördermitteln in Höhe von rund zwei Millionen Euro rechnen. Ziel des Programms ist es, die Entwicklung im ländlichen Raum zu unterstützen. Dafür können unter anderem soziale, wirtschaftliche, kulturelle und touristische Projekte bezuschusst werden.
Für die Bewerbung musste die Region Aue-Wulbeck bereits sogenannte Startprojekte skizzieren, die mit dem Beginn der Förderperiode Anfang 2023 zügig angeschoben und bis Ende 2024 umgesetzt werden können. In Burgwedel ist beispielsweise ein Bikepark für alle Generationen angedacht, der nahe dem Schulzentrum entstehen könnte. Außerdem könnten in der Anfangsphase die Dorfmitte von Isernhagen K.B. rund um die St.-Marien-Kirche und der Dorfplatz Lindenbrink im Burgdorfer Ortsteil Otze aufgewertet werden. Und in Lehrte soll der Ausbau des Naturfreundehauses zur natur- und kulturhistorischen Bildungsstätte gefördert werden.
Ende April haben die vier Kommunen ihre Bewerbungsunterlagen fristgerecht abgegeben. Sie enthalten unter anderem ein umfangreiches Regionales Entwicklungskonzept (REK). Es gibt zukünftig den groben Förderrahmen vor und benennt Entwicklungsziele sowie Handlungsfelder, in denen die Region zukünftig aktiv werden und Projekte anschieben möchte.
Erstellt wurde das Konzept vom Planungsbüro KoRIS. Eingebunden waren dabei Vertreter aus Politik, Institutionen, Vereinen, Verbänden und der Wirtschaft sowie Einwohner. Insgesamt haben sich an dem Prozess 170 Interessierte aus allen vier Kommunen beteiligt. Nach der Auftaktveranstaltung im November 2021 fanden Anfang dieses Jahres eine Strategiekonferenz und eine Projektwerkstatt statt. Wegen der Corona-Epidemie mussten all diese Veranstaltungen virtuell als Online-Konferenzen stattfinden. „Das ist einzigartig. Damit gehen wir sicher in die Geschichte der Leader-Prozesse ein“, sagt die Burgwedeler Bürgermeisterin Ortrud Wendt.
Außerdem wurde bereits eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) gegründet. Sie setzt sich aus Vertretern der vier Kommunen sowie 26 Wirtschafts- und Sozialpartnern zusammen. Aufgabe der LAG ist es, nach der Anerkennung als Leader-Region über die Projektvorschläge zu beraten und über die Vergabe der Fördermittel zu entscheiden. Denn welche Projekte mit diesem Budget finanziert werden sollen, entscheiden die Akteure vor Ort selbst.
Die Gemeinde Uetze hat mit dem EU-Förderprogramm in den zurückliegenden Jahren gute Erfahrungen gemacht. Sie bildet seit 2015 zusammen mit den Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel sowie dem Celler Ortsteil Altencelle die Leader-Region Aller-Fuhse-Aue. Gefördert wurden dort beispielsweise Sanierungen von denkmalgeschützten Gebäuden und ihre Umgestaltung zu Begegnungszentren, Vorhaben der örtlichen Heimatvereine sowie Projekte für Umweltschutz und Naherholung. Auch die Gemeinde Uetze und ihre Partner haben ihre Bewerbung für die nächste Förderperiode bereits eingereicht.
Im Amtsbezirk Lüneburg haben sich bis zum Stichtag Ende April 21 Leader-Regionen beworben. Einige bestehen schon seit vielen Jahren, andere schließen sich gerade neu zusammen oder erweitern ihr Gebiet. Nun wird das zuständige Amt für regionale Raumentwicklung alle Konzepte prüfen und schauen, wo eventuell noch nachgearbeitet werden muss. Über eine endgültige Aufnahme ins Programm entscheidet dann das Landwirtschaftsministerium.
Trotzdem rechnen sich Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Isernhagen gute Chancen aus, ebenfalls zum Zuge zu kommen. Denn bei einer Auftaktveranstaltung zum Start des Bewerbungsverfahrens habe das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium mitgeteilt, dass anders als in der laufenden Förderperiode künftig eine Beteiligung aller Regionen in Niedersachsen gewünscht sei und ein flächendeckender Ansatz angestrebt werde.

Autor:

Franka Haak aus Burgdorf

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