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Region weitet Sprinti aus

Freuen sich auf die Ausweitung des sprinti-Angebots: Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, Regiobus-Geschäftsführerin Denise Hain und Regionspräsident Steffen Krach.
  • Freuen sich auf die Ausweitung des sprinti-Angebots: Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, Regiobus-Geschäftsführerin Denise Hain und Regionspräsident Steffen Krach.
  • Foto: Region Hannover/Philipp Schröder
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Burgwedel/Isernhagen (r/fh). Die Region Hannover will den Bedarfsverkehr mit den sprinti-Kleinbussen deutlich ausweiten. Seit dem vergangenen Sommer läuft eine Testphase in Sehnde, Springe und in der Wedemark. Nächstes Jahr sollen auch die übrigen Kommunen aus der Zone C des Großraumverkehrs Hannover (GVH) hinzukommen. Ab dem 1. Juli 2023 sind unter anderem Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Uetze mit dabei. Insgesamt will die Region künftig 100 sprinti-Kleinbusse einsetzen. Damit sei es dann bundesweit der größte On-Demand-Service (englisch für: auf Anfrage).
Der sprinti kann mit den normal gültigen GVH-Tickets genutzt werden. Fahrten können im Voraus geplant werden, etwa für regelmäßige Fahrten zum Arbeitsplatz. Sie können aber auch spontan erfolgen, in der Regel mit einer Wartezeit von nicht mehr als 20 Minuten. Dafür können die Fahrgäste die sprinti-Kleinbusse in den ausgewiesenen Gebieten mithilfe der GVH-App auf dem Smartphone oder telefonisch anfordern. Die Buchungssoftware ist so programmiert, dass sprinti-Fahrten nur dann angeboten werden, wenn keine vergleichbar guten Linienverbindungen vorliegen. „Auf diese Weise wird das bestehende Liniennetz zielgerichtet ergänzt, und nicht kannibalisiert“, so Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz.
Im April haben nach Regionsangaben in den drei Test-Kommunen 29.000 Fahrgäste diese Möglichkeit genutzt – etwa dreimal so viel wie im Startmonat Juni 2021. Laut einer Begleitstudie des Deutschen Institus für Urbanistik (difu) ersetze schon heute jede dritte sprinti-Fahrt eine Fahrt mit einem privaten Pkw. „Ein Viertel der von difu Befragten hält sogar für wahrscheinlich, das eigene Auto zu ersetzen, seitdem sprinti zur Verfügung steht“, so Ulf-Birger Franz der Verkehrsdezernent der Region Hannover und Geschäftsführer des GVH.
Die positive Resonanz zeige, dass der On-Demand-Service die Erwartungen der Fahrgäste nach einer bedarfsorientierten und schnellen Beförderung erfülle. „Mit dem sprinti beweisen wir, dass wir mit passgenauen Angeboten auch die Einwohnerinnen und Einwohner in den zentrumsferneren Bereichen unserer Region für den öffentlichen Nahverkehr gewinnen können“, unterstreicht Regionspräsident Steffen Krach. Mit der Ausweisung könne dieses Angebot einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leisten.
Die Region Hannover gehört zu den bundesweit zwölf „Modellprojekten zur Stärkung des ÖPNV“ die vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) gefördert werden. Rund 30 Millionen Euro fließen so in den nächsten Jahren in Vorhaben, die die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich durch ein attraktiveres Angebot nachhaltig reduzieren helfen.

Autor:

Franka Haak aus Burgdorf

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