Wirtschaft und Wertschätzung

Markus Wzietek und Knut Beyme (v.li.) stellten die preisgekrönte Erfolgsgeschichte der SMB-Inititative „Ich kauf`in Burgdorf“ dar. Foto: Georg Bosse

Stadtmarketing Burgdorf will sich auf hohem Niveau weiterentwickeln

BURGDORF (gb). Den klingenden Auftakt zum 15. Wirtschaftsforum des Stadtmarketingvereins Burgdorf (SMB) im ausklingenden Themenjahr „Burgdorf – klingt gut!“ machte am vergangenen Dienstagabend die Bigband des Gymnasiums unter der Leitung von Tobias Kanthak. Zu ihrem alljährlichen Interessen- und Informationsaustausch hatten sich die SMB-Mitglieder den Keynote-Speaker Moritz Freiherr Knigge als kundigen Referenten zum Thema „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ ins Burgdorfer StadtHaus eingeladen.
Ohne schon vorher vom Freiherrn inspiriert und motiviert worden zu sein, konnten SMB-Vorsitzender Markus Wzietek und der Sprecher der preisgekrönten Initiative „Ich kauf`in Burgdorf“, Knut Beyme, den Gutscheinblock „Burgdorf Bonus 2018“ zum imposanten Erfolg erklären, der im kommenden Jahr mit einer Folgeausgabe im Gesamtwert von rund 3000 Euro fortgeschrieben werden soll. Beim landesweiten Wettbewerb „Gemeinsam aktiv – Handel(n) vor Ort“ hatte die SMB-Kampagne in der Kategorie „Gemeinschaftsinitiativen“ den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis gewonnen, der wenige Tage zuvor in Einbeck vom Niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann an den Geschäftsführer der Burgdorfer Wilhelm Cramer GmbH, Sebastian Cramer, übergeben worden war. „Diese Auszeichnung ist Ansporn genug, um uns auf diesem Niveau weiterzuentwickeln“, sagte Beyme.
Auch das traditionell klassische Neujahrskonzert entwickelt sich weiter. Für Samstag, 5. Januar 2019, kündigte Markus Wzietek die Brass Band Berlin zum musikalischen Jahresauftakt an. Beim Premierengastspiel des Berliner Bläserensembles in Burgdorf erwartet die Besucher eine humorvolle Klassikparodie mit Slapstick, Charme & Frack.
Ein persisches Sprichwort lautet: „Höflichkeit ist ein Kapital, das den reicher macht, der es ausgibt.“ Sicherlich war dieser Aphorismus auch Adolph Freiherr Knigge (1752-1796) vom Rittergut Bredenbeck (Wennigsen) bekannt. Mit seiner soziologischen Schrift „Über den Umgang mit Menschen“ wurde der Aufklärer jedoch irrtümlich als Benimmratgeber bekannt. „Da der Begriff „Knigge“ nicht geschützt ist, gibt es im deutschen Sprachraum einen „Knigge“ für alles“, bedauerte sein Nachfahre augenzwinkernd. Der „historische Irrtum“ hielt den gelernten Verlagskaufmann indessen nicht davon ab, sich mit den Tücken und Fettnäpfchen im Umgang mit Menschen professionell zu beschäftigen. Gehörten Höflichkeit, Respekt und Wertschätzung zur selbstverständlichen Umgangskultur in Unternehmen, wären sie zusammen mit einer Prise Gelassenheit nachhaltige Erfolgsfaktoren, so Moritz Freiherr Knigge.