Wer fliegt denn da?

Die "Stunde der Gartenvögel" ist eine Gelegenheit, einmal genauer hinzuschauen, welche Vogelarten in den Gärten und Parks anzutreffen sind. (Foto: NABU)

Naturschutzbund ruft zu der Zählaktion "Stunde der Gartenvögel" vom 10. bis 12. Mai auf

REGION (r/fh). Wer fliegt und piept in Gärten und Parks? Das soll die „Stunde der Gartenvögel“ zeigen, zu der der NABU Niedersachsen gemeinsam mit der Naturschutzjugend (NAJU) Niedersachsen aufruft. Vom 10. bis 12. Mai können sich alle Interessierten wieder einen ruhigen Beobachtungsposten im Garten, auf dem Balkon oder im Park suchen. Zu jeder Vogelart notieren sie dann die höchste Zahl, die sie dort gleichzeitig beobachten konnten. Ihre Ergebnisse können die Teilnehmer dann bis zum 20. Mai auf der Internetseite www.stundedergartenvoegel.de eintragen. Am 11. und 12. Mai wird außerdem jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer (0800) 1157115 geschaltet, unter der die Ergebnisse gemeldet werden können.
Fast 7.000 Menschen haben im vergangenen Jahr allein in Niedersachsen bei der „Stunde der Gartenvögel“ mitgemacht und Daten aus mehr als 4.300 Gärten geliefert. Damit liefern sie Informationen über das Vorkommen und die Entwicklung der unterschiedlichen Arten. Der häufigste Vogel in den niedersächsischen Gärten war 2018 der Haussperling, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Star.
Von den 15 häufigsten Gartenvögeln in Niedersachsen wiesen aber nur der Haussperling und die Ringeltaube eine Zunahme auf. Bei Kohl- und Blaumeise ist hingegen ein Rückgang festzustellen. Das gleiche gelte auch für alle anderen Gartenvögel, die für Ihre Jungaufzucht auf Insekten angewiesen. "Sie finden durch das Insektensterben immer weniger Nahrung", so Philip Foth, Pressesprecher des NABU Niedersachsen.
Besonders hart treffe das Rauch- und Mehlschwalbe, denen nicht nur das geringere Nahrungsangebot zu schaffen mache, sondern auch ein Mangel an Nistplätzen durch Fassadensanierungen. Seit der ersten Vogelzählung 2005 sind beide Arten um etwa die Hälfte zurückgegangen. Zwischen 2017 und 2018 sind die Bestände der Rauchschwalben noch einmal um 14 Prozent und der Mehlschwalben und zehn Prozent zurückgegangen.
Für junge Vogelexperten hat die NAJU zusätzlich die „Schulstunde der Gartenvögel“ vom 6. bis 10. Mai ins Leben gerufen. Wer schon vor der „Stunde der Gartenvögel“ spielerisch das Erkennen von Arten üben will, erhält auf der Internetseite www.vogeltrainer.de praktische Tipps.