Weferlingser AUE-Cup wird 2019 fortgesetzt

Dennis-F. Heuer, Wolfgang Schlusche und Martin Carlens (v.re.) würdigten das Engagement von Karsten Leinemann (li.) als ehemaliger Ortsbrandmeister von Weferlingsen. Foto: Georg Bosse
 
Detlef Hilgert (Sehnde; re.) ehrte Otto Bethmann, Alfred Brönnemann und Hans-Henning Hansen (v.li.) für insgesamt 160 Jahre im Dienst des Feuerwehrwesens. Foto: Georg Bosse

Kämmerer Philipps und Brandabschnittsleiter Hilgert prangern Entgleisungen gegen Rettungskräfte an

WEFERLINGSEN (gb). Im vergangenen Oktober hatte Karsten Leinemann sein Amt als Weferlingsens Ortsbrandmeister aus beruflichen Gründen vorzeitig zur Verfügung gestellt. Seine Verdienste als ehemaliger Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Weferlingsen wurden zum Abschluss der jüngsten Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag in Anwesenheit der männlichen und weiblichen Kameraden sowie der Gäste von seinem Amtsnachfolger Wolfgang Schlusche und dessen Stellvertreter Martin Carlens mit Worten und einem Präsentkorb gewürdigt.
Für den Dachtmisser Wolfgang Schlusche war das Vortragen der Zahlen und Fakten zu den Aktivitäten und Einsätzen in 2018 die "Feuerprobe" als neuer Ortsbrandmeister von Weferlingsen. Demnach leisteten die 32 aktiven Feuerwehrleute bei 17 Alarmierungen im Berichtszeitraum insgesamt 4.850 ehrenamtliche Dienststunden. "Der beliebte AUE-Cup darf nicht sterben. Das zuschauerfreundliche Dorffest wird auch 2019 stattfinden. Lediglich der genaue Termin muss noch gefunden werden", stellte Schlusche klar.
Bürgermeister Alfred Baxmann räumte ein, dass bei seinem letzten Besuch in offizieller Funktion "ein bisschen Wehmut" mit im Spiel sei, wenn er an die etwa 23-jährige Zusammenarbeit mit Ehrenstadtbrandmeister Alfred Brönnemann (Weferlingsen), Ex-Ortsbrandmeister Otto Bethmann und Ortsvorsteher Bernhard Kracke zurückdenkt. "Der AUE-Cup und die Weferlingser Ortswehr sind identitätsstiftend und damit wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Dorflebens", bekräftigte Baxmann. Beim scheidenden Kämmerer, Erster Stadtrat Lutz Philipps, geht es nie ganz ohne Zahlen. Für den Zeitraum bis 2023 kündigte er für die Burgdorfer Ortswehren Investitionen von alles in allem 3,3 Millionen Euro an. Dieser Betrag gilt Fahrzeug-, Geräte- und Inventarbeschaffungen sowie dem Neubau des Feuerwehrhauses in Schillerslage. Darüber prangerte Lutz Philipps den ausufernden Voyeurismus sowie die zunehmenden verbalen und körperlichen Attacken auf Rettungskräfte bei ihren Hilfseinsätzen als "widerliche Auswüchse" an: "Hier scheint mir die Politik gefordert, gesetzliche Maßnahmen zum Schutz der Rettungskräfte zu ergreifen."
Feuerwehrausschussvorsitzender Armin Pollehn dankte der Ortswehr für ihren "vorbildlichen Einsatz" und versprach, dass der Ausschuss trotz schwieriger Haushaltslage immer dafür sorgen werde, dass die freiwilligen Feuerwehrleute ihren Schutz- und Rettungsdienst an den Bürgern ordentlich versehen können.
Brandabschnittsleiter IV Detlef Hilgert (Sehnde) erntete von den Anwesenden amüsiertes Schmunzeln, als er ankündigte: "Der Digitalfunk kommt. Die Endanwenderschulungen an den nach Ausschreibung anzuschaffenden Motorola-Geräten laufen an." Auch Hilgert geißelte die gewalttätigen Entgleisungen gegen die Rettungskräfte.
Zu einer ordentlichen Jahreshauptversammlung gehören Ehrungen und Ernennungen. Den Anfang machten Stadtbrandmeister Dennis-F. Heuer und Wolfgang Schlusche, die die neu zu ernennenden Feuerwehrmänner Daniel Striepe, Maximilian Oelze und Mathis July den Diensteid nachsprechen ließen. Lukas Kuhfuß und Mike Schmidt erhielten ihre Schulterklappen als Oberfeuerwehrmänner. Detlef Hilgert zeichnete die summa summarum 160 Feuerwehrjahre von Hans-Henning Hansen (50 Jahre), Otto Bethmann (50) und Alfred Brönnemann (60) aus. Die offizielle Ernennung von Wolfgang Schlusche zum Ortsbrandmeister wurde von Alfred Baxmann vorgenommen.
Der Weferlingser "Heilige Florian" für die meiste Dienstbeteiligung wurde "Wiederholungstäter" Kenneth Alraun (85) ausgehändigt.