Unterstützung für Schule und Freizeit

Florian Schmidt (von links), Leiter des Teams Bildungs- und Teilhabeleistung, Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover, und Thomas Heidorn, Leiter des Fachbereichs Soziales, stellen die Änderungen durch das Starke-Familien-Gesetz vor. (Foto: Region Hannover/S. Wendt)

Durch das neue Starke-Familien-Gesetz erhalten Kinder und Jugendliche mehr Geld aus dem Paket für Bildung und Teilhabe

REGION (r/fh). Mehr Geld, weniger Bürokratie: Im Sommer 2019 ist die erste Stufe des Starke-Familien-Gesetzes in Kraft getreten. Neben dem verbesserten Kindergeldzuschlag haben sich auch die Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT) deutlich erhöht. Die Region Hannover ist für die Umsetzung des BuT-Pakets in allen 21 regionsangehörigen Städten und Gemeinden zuständig, rund 46.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben derzeit Anspruch auf BuT-Leistungen.
Im Jahr 2018 hat die Region dafür 25,5 Millionen Euro ausgegeben; 2016 lagen die Ausgaben noch bei 16,7 Millionen Euro. Aufgrund des Starke-Familien-Gesetzes erwartet die Region nun einen weiteren Anstieg. „Das ist eine sehr gute Entwicklung. Das BuT mildert die Folgen von Armut und schafft bessere Bildungschancen für Kinder und Jugendliche“, sagte Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover.
Ob Nachhilfestunden, Mitgliedschaft im Fußballverein oder Schulausflüge: Das Bildungs- und Teilhabepaket unterstützt finanziell benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Schule, Ausbildung und in der Freizeit. Mit dem Starke-Familien-Gesetz haben sich die Antrags- und Abrechnungswege weiter vereinfacht und in einigen Bereichen sind die Leistungen deutlich erhöht worden. „Das sind spürbare Entlastungen für die betroffenen Eltern. Wir haben uns als Region schon lange dafür eingesetzt, dass die Leistungen höher und vor allem unbürokratischer werden“, so Thomas Heidorn, Leiter des Fachbereichs Soziales der Region.
So ist die Schulstarterpauschale jetzt für alle anspruchsberechtigten Familien von 100 auf 150 Euro gestiegen. Außerdem fallen die Eigenanteile der Eltern für die Mittagsverpflegung und Schülerbeförderung weg. Neu in Niedersachsen ist außerdem, dass die Kosten für Schulbücher übernommen werden, wenn die Familien Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe beziehen. Das Geld für Freizeitaktivitäten ist von 10 auf 15 Euro pro Monat gestiegen und kann pauschal für ein Jahr abgerechnet werden. Bisher mussten die Familien monatliche Einzelnachweise für Freizeitaktionen oder Hobbies vorlegen, jetzt reicht ein Nachweis für die Auszahlung der Jahrespauschale.
Anspruchsberechtigt sind Kinder und Jugendliche, wenn die Familien Arbeitslosengeld oder andere Sozialleistungen beziehen. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es die Unterstützung auf, wenn die Familien zwar keine Sozialleistungen beziehen, aber nur über ein geringes Einkommen verfügen. Weitere Infos gibt es im BuT-Servicebüro der Region, Hildesheimer Straße 20, in Hannover,Telefon (0511) 616263 4, per E-Mail an BuT@region-hannover.de sowie im Internet unter www.hannover.de/but.