Universell, unteilbar und unveräußerlich

70. Jahrestag der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“

BURGDORF (gb). 10. Dezember 2018: 164 Staaten unterzeichnen im marokkanischen Marrakesch den UN-Migrationspakt. Die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad und der kongolesische Arzt Denis Mukwege erhalten den Friedensnobelpreis 2018. Und just an diesem Tag vor 70 Jahren verabschiedeten die Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ (AEMR).
Aus Anlass dieses Jahrestages überreichte die Amnesty International-Gruppe (ai) Hannover Nordost (Burgdorf/Burgwedel) im historischen Rathaus I ein Bild der Kirchhorster Künstlerin Rula Grunwald an Bürgermeister Alfred Baxmann. Allerdings ist das Acryl-Gemälde, das Flucht, Gefängnis und Gewalt thematisiert, eine signierte Wiedergabe des Originals, das mittlerweile in die Schweiz verkauft wurde.
Für ai-Sprecherin Erika Büchse ist der 10. Dezember 1948 ein „bahnbrechender Tag“, an dem die Menschenrechte als angeboren und unveräußerlich, als universell und unteilbar festgeschrieben wurden. Für Alfred Baxmann ist ai eine Menschenrechtsorganisation, die heute noch wichtiger ist, als sie es eh schon war: „Die zunehmende Unbarmherzigkeit bei der Bewahrung eigener Privilegien sowie bei der Durchsetzung eigener Interessen macht mich betroffen und sorgenvoll. Amnesty kümmert sich um die Schicksale Einzelner, die wieder Hoffnung schöpfen, wenn sich Menschen weltweit für sie einsetzen.“ Und mit Blick auf das überreichte Bild sagte der Bürgermeister: „Das war eine großartige Idee. Es passt prima in die Reihe der aktuellen Burgdorfer Kunstpreis-Ausstellung „Die Welt aus den Fugen“.“