Sozialfonds für Corona-Krise

Mit Einzelfallhilfen wollen Region und Landeshauptstadt Hannover soziale Härten vermeiden oder ausgleichen

REGION (r/fh). Die Corona-Krise hat erhebliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigung – und auf erwerbstätige Menschen. Viele von ihnen erleiden zumindest vorübergehend deutliche Einkommenseinbußen. Region und Landeshauptstadt Hannover richten deshalb einen gemeinsamen Fonds ein, den Corona-Sozialfonds. Um besondere soziale Härten zu vermeiden, werden 750.000 Euro bereitgestellt. 250.000 Euro trägt die Stadt, 500.000 Euro die Region.
Der Corona-Sozialfonds ist für Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Hannover und der 20 Umlandkommunen in der Region gedacht, die als Kurzarbeiterinnen, Solo-Selbstständige, Freiberufler oder Kleinunternehmerinnen (bis zu drei Beschäftigte) oder Arbeitslose während der Corona-Pandemie unmittelbar von einem individuellen Notfall betroffen sind, in dem alle anderen Hilfeleistungen oder Einzelfallhilfen nicht greifen. „Mit schnellen Einmalzahlungen wollen wir den Einwohnerinnen und Einwohnern in der gesamten Region helfen, die sich in einer akuten finanziellen Notlage befinden“, erläutert Regionspräsident Hauke Jagau.
Voraussetzung für die Unterstützung aus dem Fonds ist, dass bereits alle gesetzlichen Leistungsansprüche ausgeschöpft sind, dass es sich um besondere Härtefälle und atypische Lebenssituationen handelt und dass die Notlage glaubhaft begründet und belegt werden kann. Die Höhe der Unterstützung kann im Einzelfall bis zu 1.500 Euro betragen.
Über die Gewährung der Hilfe wird durch den Fachbereich Soziales der Landeshauptstadt Hannover zusammen mit dem Fachbereich Soziales der Region Hannover entschieden.