Schutz vor Taschendieben im Urlaub

Polizei gibt Tipps: Ist das Portemonnaie verschwunden, sollten Bankkarten sofort gesperrt werden

Region (r/fh). Bei Touristen können Taschendiebe immer wieder leichte Beute machen - schließlich haben sie oft Wertsachen leicht zugänglich im Rucksack verstaut und sind zugleich unbedarft und beim Sightseeing abgelenkt. Wer im Urlaub plötzlich bemerkt, dass das Portemonnaie verschwunden ist und es auch nach intensivem Suchen nicht wiederfindet, solle Ruhe bewahren und schnell handeln, rät das Präventionsteam der Polizeidirektion Hannover.
Dazu sollten Geschädigte umgehend ihre Bank- und Kreditkarten sperren lassen, rät das Präventionsteam der Polizeidirektion Hannover. Die Telefonnummer des Sperr-Notrufs 116 116 solle man sich schon vor dem Urlaub notieren und zusätzlich im Handy abspeichern. Innerhalb Deutschlands ist er kostenlos. Auch aus dem Ausland ist er mit der entsprechenden Ländervorwahl (+49 116 116) erreichbar, dabei können allerdings Gebühren anfallen.
Damit die Debitkarte auch für das elektronische Lastschriftverfahren (SEPA Lastschrift) gesperrt werden kann, für das nur eine Unterschrift benötigt wird, müssen Geschädigte persönlich eine Polizeidienststelle in Deutschland aufsuchen und den Verlust melden. Die Beamten können dann eine sogenannte freiwillige Kuno-Sperrung bei den Handelsunternehmen veranlassen. Aus dem Ausland ist die Sperrung allerdings nicht möglich.
Zudem rät die Polizei, bereits vor der Reise Kopien von Ausweisen (Pass und Impfausweis), Zahlungskarten und Tickets anzufertigen. Diese sollten an separater Stelle im Reisegepäck aufbewahrt werden. Hilfreich sei es im Fall der Fälle auch, wenn im Vorfeld Gerätenummern von Smartphones, Tablets oder anderen Geräten notiert worden seien. Die Straftat sollte im Anschluss direkt angezeigt werden. Dafür können Geschädigte auch das Angebot der Online-Wache nutzen, unter www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de.

Damit es möglichst gar nicht erst soweit kommt, gibt die Polizei folgende Verhaltenstipps für den Urlaub:

- Bewahren Sie wichtige Gegenstände möglichst körpernah und in, für andere, schlecht zugänglichen Taschen auf.

- Nehmen Sie nur so viel Bargeld, Zahlungskarten und Schmuck mit, wie nötig.

- Legen Sie Zahlungsmittel, Papiere und Wertsachen unmittelbar nach der Ankunft in den Safe oder geben Sie diese bei der Hotel- oder Campingplatzverwaltung in eine sichere Verwahrung.

- Lassen Sie Ihre Wertsachen wie Uhren oder das Smartphone nie unbeaufsichtigt oder ungesichert liegen.

- Schließen Sie Zimmer, Ferienwohnung beziehungsweise -haus oder Wohnwagen immer ab.

Weitere Infos und Tipps gibt es auf der Internetseite www.polizei-beratung.de.