Region macht Tempo beim Impfen

Mehr mobile Teams, ein Impfgipfel und Freikarten für Hannover 96

Region (r/fh). Hannover 96 unterstützt die Impf-Offensive der Region und stellt als Anreiz 1000 Freikarten für das Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 23. Januar zur Verfügung. Wer ab Montag, 29. November, im Fan-Shop von Hannover 96 an der HDI-Arena mit seinem Impfpass nachweist, seit dem 23. November eine Erst-, Zweit oder Boosterimpfung erhalten zu haben, bekommt zwei Freikarten als Belohnung.
Die Aktion gilt sowohl für Impfungen bei mobilen Teams als auch niedergelassenen Ärzten. Das Kontingent ist auf 1000 Tickets begrenzt. „Wenn wir mit Hannover 96 einen Anreiz schaffen können, bei der Impf-Offensive zu helfen, dann tun wir das gerne und mit Überzeugung“, sagt der Präsident von Hannover 96 Martin Kind.
Diese Werbemaßnahme ist nur ein Baustein unter vielen, mit denen die Region Hannover das Tempo beim Impfen steigern will. Mitte November hat Regions­präsident Steffen Krach alle Beteiligten zu einem Impfgipfel eingeladen.
Mit am Tisch saßen unter anderem Vertreter des Hausärzteverbandes, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Betriebs- und Werksärzte, des Klinikums Region Hannover und vieler weiterer Krankenhäuser, der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund und des Niedersächsischen Städtetages. „Eine vollständige Covid-19-Impfung bietet einen umfassenden Schutz vor einem schweren Verlauf bei einer Covid-Erkrankung“, schreiben sie in einer gemeinsamen Erklärung. Deshalb sei es oberstes Ziel, die Quote bei den Erstimpfungen zu erhöhen und gleichzeitig das Angebot an Booster-Impfungen auszubauen.
In der gemeinsamen Erklärung sagt die Region zu, die Zahl der mobilen Impfteams von 16 auf 32 zu verdoppeln. Außerdem sollten die Öffnungszeiten der festen Impfstationen täglich perspektivisch bis 18 Uhr verlängert und auf das Wochenende ausgeweitet werden.
Die niedergelassenen Ärzte in der Region wollen insgesamt 24 zusätzliche Impfsprechstunden anbieten, die sich insbesondere an Menschen richten, die keinen Hausarzt haben. Darüber hinaus appellieren die Beteiligten an die Unternehmen, die Betriebsärzte wieder verstärkt in die Impfkampagne einzubinden. Die Kinderärzte bieten ihrerseits Impfungen für Kinder und Jugendliche an. Als zusätzlichen Anreiz für die Bürger plant die Region ähnlich wie mit Hannover 96 auch mit weiteren Partnern Aktionen.
Auch mit den Hilfsorganisationen, die maßgeblich an der Impfkampagne beteiligt sind, hat sich Regionspräsident Krach getroffen. An dem Gespräch beteiligten sich Vertreter vom Arbeiter Samariter Bund, Deutschem Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst und der Johanniter-Unfall-Hilfe. Gemeinsam wollen Hilfsorganisationen und Region Hannover jetzt Impfangebote an den Wochenenden vorantreiben. Denn viele ehrenamtliche Einsatzkräfte stünden eher samstags und sonntags zur Verfügung, da sie unter der Woche einer hauptberuflichen Arbeit nachgingen.
Zudem könne es sinnvoll sein, die Impfteams zu verkleinern, um bei gleichem Personal mehr und gegebenenfalls auch kleinere Standorte bedienen zu können. Region und Hilfsorganisationen appellieren darüber hinaus an das Land Niedersachsen, dass auch Rettungssanitäter impfen dürfen, damit die Organisationen auf kompetentes Personal aus den eigenen Reihen zurückgreifen können.