Patienten bekommen wieder Besuch

Krankenhäuser in der Region Hannover entwickeln gemeinsames Konzept zum Infektionsschutz

Burgdorf (r/fh). Ab Dienstag, 2. Juni, sind in den Krankenhäusern in der Region Hannover wieder Besuche möglich. Wegen des Coronavirus waren sie zuvor mehr als zwei Monate lang untersagt gewesen. Auch nach der vorsichtigen Lockerung gelten nun strenge Auflagen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren und zu verhindern, dass das Virus durch Besucher in die Kliniken getragen wird und sich dort ausbreitet. Die entsprechenden Maßnahmen sollen die Patienten einerseits bestmöglich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen, andererseits ihrem Bedürfnis nach individueller Begleitung und dem Kontakt zu Freunden und Verwandten Rechnung tragen. 
Die Kliniken haben sich dabei eng abgestimmt, das gemeinsame Konzept gilt deshalb für die Krankenhäuser in Lehrte und Großburgwedel sowie die übrigen Standorte des Klinikums Region Hannover (KRH), die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Häuser von Diakovere, das Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult, das Vinzenzkrankenhaus, das Clementinenhaus, die Sophienklinik und die Paracelsus-Klinik. Besonderheiten gelten im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin und im Bereich der psychiatrischen Einrichtungen.
Darüber hinaus kann es in einzelnen Häusern Sonderregelungen geben. Insbesondere müssen sich die Besucher strikt an die Anweisungen des Klinikpersonals halten. Es wird allen Interessierten an einem Krankenhausbesuch nachdrücklich geraten, sich vorher auf den Internetseiten des jeweiligen Hauses ausführlich über die dort geltenden Bestimmungen zu informieren.

Auf folgende Eckpunkte haben sich die Krankenhäuser geeinigt:

- Auf Stationen für Patienten mit einer Covid-19-Infektion oder einem Covid-19-Verdacht sind weiterhin keine Besucher erlaubt. Das gilt auch für die Notaufnahmen.

- Jedes Haus hat individuelle Besuchszeiten, die aber alle am Nachmittag und im frühen Abendbereich liegen. Außerhalb dieser Zeiten sind keine Besuche möglich.

- An den Eingängen sind Registrierungsformulare auszufüllen, die von den Krankenhäusern nach vier Wochen datenschutzkonform vernichtet werden. Teilweise ist auch eine digitale Online-Registrierungen möglich.

- Ein Patient darf pro Tag maximal einen Besucher empfangen. Angehörige und Freunde werden gebeten, entsprechende Absprachen zu treffen.

- Bei Mehrbettzimmerbelegung darf nur ein Besucher gleichzeitig im Raum sein.

- Die Besuchsdauer beträgt je nach Einrichtung 30 bis 60 Minuten.

- Besucher und Patienten müssen den Mindestabstand von 1,50 Metern (besser zwei Meter) einhalten.

- Sowohl Besucher als auch Patient müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dabei werden Einmalprodukte empfohlen.

- Die Händedesinfektion wird beim Betreten des Krankenhauses, spätestens aber vor Kontakt mit dem Patienten durchgeführt.

- Die Nies- und Hustenetikette ist zu beachten (Ellenbeuge).

- Während des Besuchs ist der Verzehr von Speisen und Getränken untersagt. 

- Bistros und Cafés bleiben für Besucher gesperrt.