Ohne persönlichen Kontakt

Arbeitslose können sich auch online identifizieren

Region (r/fh). Normalerweise ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass man sich persönlich bei der Agentur für Arbeit melden muss, um den Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend zu machen und Leistungen ausgezahlt zu bekommen. In der Zeit der Corona-Pandemie kann dies ausnahmsweise auch telefonisch oder online geschehen. Die Identitätsprüfung muss aber in jedem Fall nachgeholt werden. Aktuell betrifft dies 12.000 Kundinnen und Kunden.
Da nach wie vor persönliche Vorsprachen so gering wie möglich gehalten werden sollen, bietet die Bundesagentur für Arbeit (BA) daher befristet bis zum 30. September das sogenannte „Selfie-Ident-Verfahren“ an. Damit kann die Identifikation ohne persönliches Erscheinen über Handy oder Tablet erfolgen. Alle Kunden, die das Verfahren nutzen können, haben ein Schreiben mit einem QR-Code bekommen.
Das Angebot, am Selfie-Ident-Verfahren teilzunehmen, ist freiwillig. Wer nicht teilnehmen möchte oder die technischen Voraussetzungen nicht hat, erhält zu einem späteren Zeitpunkt eine Einladung, um sich auf herkömmlichem Weg persönlich in der Agentur für Arbeit zu identifizieren.
Für die Online-Identifizierung brauchen die Kundinnen und Kunden ein Smartphone oder Tablet mit Kamera, eine stabile Internetverbindung und ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) mit holographischem Merkmal. Über einen QR-Code auf dem Kundenanschreiben oder durch Aufruf der im Schreiben benannten Internetseite erhalten sie weitere Informationen zum Verfahren.
Bei der Agentur für Arbeit können viele andere Anliegen auch online erledigt werden. Von der Arbeitsuchendmeldung bis hin zur Beantragung von Arbeitslosengeld. Alles im kostenlosen eServices: www.arbeitsagentur.de/eservices.