Mehr Altpapier durch Lockdown

Aha will die wöchentliche Abfuhr im Umland zunächst beibehalten

Region (r/fh). Der regionale Abfallentsorger Aha hatte eigentlich geplant, das Altpapier in den Umlandkommunen ab dem 1. April nur noch alle zwei Wochen abzuholen. Doch angesichts des gegenwärtigen Lockdowns kündigt Geschäftsführer Thomas Schwarz jetzt an, bis auf Weiteres bei der wöchentlichen Abfuhr zu bleiben. Denn durch die Arbeit im Homeoffice, Aufräumaktionen in den eigenen vier Wänden und die Bestellungen im Online-Handel sei das Papieraufkommen in vielen Privathaushalten sprunghaft angestiegen. Das führe auch dazu, dass die Abfallcontainer auf den Wertstoffinseln derzeit häufig überfüllt seien.
Im Herbst hatten die Politiker in der Regionsversammlung dem reduzierten Abfuhrrhythmus noch mehrheitlich zugestimmt, doch aufgrund der gegenwärtigen Entwicklung war aus der CDU-Fraktion zuletzt bereits die Forderung laut geworden, diesen Beschluss vorerst auszusetzen. Dies sei auch der Grundtenor bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Abfallwirtschaft gewesen. Deshalb gehe er davon aus, dass die Politiker im März auch formal zustimmen, zunächst beim wöchentlichen Rhythmus zu bleiben, so Schwarz. Er hoffe, dass dadurch die meisten Bürger ihren Papiermüll zu Hause zur Abholung bereit stellten. Das könne die Wertstoffinseln entlasten sowie Anlieferverkehr und Kontakte auf den Wertstoffhöfen reduzieren.