Maskenpflicht in Einkaufsstraßen

Region verschärft die Corona-Regeln: Am Mittwoch, 28. Oktober, treten neue Maßnahmen in Kraft

Region (r/fh). Angesichts der gestiegenen Infektionszahlen verschärft die Region die Corona-Regeln nun noch weiter: Weil der Inzidenzwert seit Samstag über 50 liegt (Stand Montag: 55,2), weitet sie die Maskenpflicht im öffentlichen Raum aus und schränkt den Verkauf von Alkohol ein. Die zusätzlichen Vorschriften treten am Mittwoch, 28. Oktober, in Kraft.
Auch im Einzelhandel, an Kiosken und an Tankstellen darf dann zwischen 23 und 6 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden. Bereits seit Freitag müssen Gastronomiebetriebe in diesem Zeitraum sogar komplett schließen und dürfen ganztägig keinen Alkohol mehr verkaufen.
Die Maskenpflicht gilt ab Mittwoch außerdem auch an öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum begegnen oder sich längere Zeit aufhalten und an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann. Betroffen sind beispielsweise Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen sowie die Parkplätze von Einkaufszentren oder Baumärkten.
Ausnahmen gelten:
• bei der Ausübung einer andauernden beruflichen schweren körperlichen
Tätigkeit,
• für Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung oder
einer Vorerkrankung, die ein ärztliches Attest vorweisen können, das bestätigt,
dass eine Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist,
• für Kinder unter sechs Jahren,
• bei gerichtlichen Ortsterminen,
• während sportlicher Betätigung.
Die Ausnahmeregelung für Sporttreibende gilt ausschließlich unmittelbar während der
sportlichen Betätigung. Vor und nach dem Sport muss dagegen eine Mund-Nasen-
Bedeckung getragen werden – insbesondere auf Sportanlagen, in den Umkleiden sowie
beim Betreten und Verlassen der Umkleiden.
Seit Samstag, 24. Oktober, liegt der Inzidenzwert über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Gemäß einer neuen Verordnung des Landes Niedersachsen, die Freitag in Kraft getreten war, greifen damit automatisch folgende Maßnahmen:

• Öffentliche Veranstaltungen dürfen nur noch mit maximal 100 Zuschauern stattfinden, sofern diese sitzen. Ausnahmen sind zulässig, wenn ein Hygienekonzept vorgelegt und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt wird. Sportveranstaltungen sind von dieser Vorschrift ausgenommen. Wenn das Publikum sitzt, brauchen nur Veranstaltungen mit mehr als 500 Zuschauern eine vorherige Zulassung. Grundsätzlich gilt bei Sportveranstaltungen ein Alkohol-Verbot. Tickets müssen personalisiert ausgegeben werden.

• An privaten Feiern dürfen höchstens zehn Personen aus bis zu Haushalten teilnehmen. Handelt es sich um Angehörige, zum Beispiel Verwandte oder verschwägerte Personen, dürfen die bis zu zehn Teilnehmer auch aus mehr als zwei Haushalten kommen. Der Mindestabstand von 1,50 Metern gilt auch in diesem Rahmen.

• Für Gastronomiebetriebe gilt eine Sperrzeit von 23 bis 6 Uhr. Unabhängig von der Sperrfrist ist nunmehr der Außer-Haus-Verkauf von alkoholischen Getränken durch Gastronomiebetriebe ganztägig untersagt.

Regionspräsident Hauke Jagau ruft zu mehr Eigenverantwortung auf: „Ich würde mir wünschen, dass die Menschen sich unabhängig von Verordnungen und Allgemeinverfügungen so vernünftig verhalten, dass das Ansteckungsrisiko minimal ist. Wenn ich mich irgendwo aufhalte, wo ich auf andere Menschen treffe und den Abstand nicht einhalten kann, tragen ich eben eine Maske. Das ist nach jetzigem Stand der beste Weg, um sich selbst und andere zu schützen. Verordnungen, die nicht respektiert werden, helfen leider nichts. Deshalb glaube ich, dass wir mit Vorschriften maßvoll umgehen müssen und auf die Eigenverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner setzen sollten.“