Ein Urlaub mit X?

Die Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht bei neuen Angebotsmodellen

Region (r/fh). X-TUI, Alltours-x oder XDertour - nicht jedem Kunden fällt es beim Buchen seines Urlaubs auf, wenn der Name eines bekannten Reiseveranstalters mit einem zusätzlichen "X" versehen ist. Im weiteren Verlauf könne das aber gravierende Folgen haben, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Denn die Preise seien bei den X-Anbietern zwar teilweise deutlich niedriger, dafür bestehe aber ein höheres Risiko.
Denn im Unterschied zu einer normalen Pauschalreise werden Flug- und Hotelkapazitäten nicht vorgehalten, sondern tagesaktuell angefragt. So sind tatsächlich Schnäppchen möglich. Wenn sich die Urlaubspläne später allerdings ändern, wird es meist umso teurer: Wer stornieren oder umbuchen möchte, zahlt teilweise Gebühren von 30 oder 40 Prozent des Reisepreises.
Die Verbraucherzentrale rät deshalb gerade bei der Online-Buchung zur Vorsicht. Denn Suchmaschinen und Buchungsplattformen zeigen die Reisen der X-Anbieter aufgrund der günstigen Preise oft als erstes an. "Kunden sollten sich vorab daher immer die Vertragsbedingungen, insbesondere die Höhe der Anzahlung und Stornokosten, ansehen", empfiehlt Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale.
Zum Teil werden für die Stornogebühren in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) hohe Pauschalen festgelegt. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale sind einige der Klauseln unzulässig. Doch selbst dann sei es für Kunden schwer, ihr Recht durchzusetzen. „Die Erfahrungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass sie einmal gezahltes Geld oft nicht so leicht zurückbekommen“, so Preuschoff.
Bei Fragen hilft die Beratung der Verbraucherzentrale Niedersachsen – vor Ort, telefonisch und per Videochat.