CDU Sehnde startet Wahlkampf mit prominenter Unterstützung

Ursula von der Leyen (Mi.) mit Armin Pollehn (Burgdorf), den JU-Vorsitzenden und CDU-Europawahlkandidaten Tilman Kuban, mit Sehndes amtierenden Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, Frank Prüße (Lehrte) und Lutz Lehmann (v.li.). Foto: Georg Bosse
 
Auf einer Leinwand zu sehende Zeitungsausschnitte und Wahlkampfplakate aus der Zeit des gemeinsamen politischen Aufbruchs lösten bei Ursula von der Leyen und Carl Jürgen Lehrke (v.li.) erheiternde Erinnerungen und launige Kommentare aus. Foto: Georg Bosse

Ursula von der Leyen zu Gast bei (Partei-)Freunden in Rethmar

RETHMAR/ALTKREIS (gb). Am vergangenen Freitagabend hatte der CDU-Stadtverband Sehnde Parteifreundin und Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen zu Gast. Die Wahlkampfveranstaltung, zu der Sehndes Stadtverbandsvorsitzender Lutz Lehmann auch die wahlkämpfenden christdemokratischen Bürgermeisterkandidaten aus Sehnde, Lehrte und Burgdorf, Carl Jürgen Lehrke, Frank Prüße und Armin Pollehn sowie den jüngst zum Bundesvorsitzenden der Jungen Union (JU) Deutschlands gekürten Tilman Kuban aus Barsinghausen herzlich begrüßte, fand im Kutschersaal des Gutshofs Rethmar statt.
Ursula v.d. Leyen und Lutz Lehmann verbindet nicht nur das Parteibuch miteinander, sondern auch die Sehnder Ortschaft Ilten, in der Lehmann ansässig ist und v.d. Leyen einst aufwuchs. In Ilten begann auch ihre steile politische Karriere: "Wir waren 2001 eine bunte Gruppe von Begeisterten, darunter Sehndes damaliger CDU-Fraktionsvorsitzende Carl Jürgen Lehrke, die für das Ziel Wahlen zu gewinnen gemeinsam an einem Strang zog." Es half. Ursula v.d. Leyen zog in den Rat der Stadt Lehrte ein, wurde CDU-Fraktionsvorsitzende und Carl Jürgen Lehrke ehrenamtlicher CDU-Bürgermeister der bis dahin SPD-dominierten Bergbaustadt. Seit 13 Jahren ist Lehrke hauptamtliches Stadtoberhaupt und tritt am 26. Mai erneut als Bürgermeisterkandidat für die Christdemokraten an. 2003 trat Ursula v.d. Leyen als Ministerin in die Niedersächsische Landesregierung ein und wurde zwei Jahre später von Kanzlerin Angela Merkel als Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend nach Berlin gerufen. "Ohne die fortschreitende Digitalisierung hätte ich Familie und die Ministerämter nicht vereinbaren können. Man muss bei der Kommunikation mit den neuen Medien immer am Puls der Tickers sein, aber das A und O bleibt immer noch das direkte persönliche Gespräch", betonte die Spitzenpolitikerin. Auch Carl Jürgen Lehrke bevorzugt das persönliche Gespräch und versteht sich deshalb als ein "Bürgermeister der offenen Tür".
Von ihren Gesprächspartnern, den ehemaligen Sehnder CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Jens Lüders und Stephan Langer, nach dem Thema "Europa" gefragt, antwortete Ursula v.d. Leyen: "Ich bin in Brüssel geboren, bin dort mit anderen Europäer/innen zur internationalen Schule gegangen und war 13 Jahre alt als ich mit der Familie nach Ilten kam. Mittlerweile habe ich tiefe Wurzeln in Niedersachsen geschlagen und bezeichne die Region Hannover als meine Heimat." Vor 12 Jahren verlegte sie ihren Lebensmittelpunkt auf das Anwesen in Burgdorf/Beinhorn, wo sie sich um ihren Vater, den ehemaligen niedersächsischen CDU-Ministerpräsidenten Ernst Albrecht, kümmerte, der 2014 verstarb.
"Wir müssen in der Vielfalt Europas vereint bleiben. Verschiedenste Populisten, Nationalisten und Demagogen wollen eines erreichen: Europa (EU) spalten und zerstören. Das muss mit sauberen Europawahlen am 23. bis 26. Mai verhindert werden", positionierte sich die Christdemokratin sehr deutlich. Und wo taucht Europa in Sehnde auf? Es seien die EU-Fördergelder für die Infrastruktur der Stadt und ihrer Ortschaften sowie die hier niedergelassenen Unternehmen und Betriebe, die in und mit Europa eng vernetzt sind, so Carl Jürgen Lehrke, und: "Sehnde ist ein Erfolgsmodell im Herzen Europas".