Böllerverbot auf ausgewählten Straßen

Allgemeinverfügung der Region Hannover für die Silvesternacht

Region (r/fh). Die Region Hannover hat jetzt in einer Allgemeinverfügung in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden Straßen und Plätze festgelegt, auf denen aus Gründen des Infektionsschutzes in der Silvesternacht (21 bis 7 Uhr) nicht geböllert werden darf. Auch das Mitführen von Feuerwerk ist in den entsprechenden Bereichen verboten. Die Regelung gilt für Feuerwerkskörper der Kategorie F2, die nur im Freien verwendet und nur an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden dürfen. Knallerbsen, Wunderkerzen und ähnliches sind nach wie vor erlaubt. Die Region Hannover setzt damit die Bestimmungen aus der Niedersächsischen Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus um.
Die Städte Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Sehnde haben keine Straßen oder Plätze benannt. In Isernhagen gilt das Böllerverbot in der Fußgängerzone am Rathaus Bothfelder Straße 29-33 und in Uetze auf dem Hindenburgplatz, an der Kaiserstraße zwischen Burgdorfer Straße und Kirchstraße, an der Bentestraße zwischen Kaiserstraße und Brunnenstraße sowie am Kreisverkehr Burgdorfer Straße/Dollberger Straße einschließlich der Fußgängerüberwege der einmündenden Straßen.
Darüber hinaus kann es sein, dass Kommunen in eigener Zuständigkeit zum Beispiel aus Brandschutzgründen in bestimmten Bereichen Feuerwerksverbote erlassen haben. Diese Verbote gelten auch weiterhin.
Regionspräsident Hauke Jagau appelliert an die Einwohnerinnen und Einwohner der Region Hannover, auch dort auf Feuerwerk zu verzichten, wo es erlaubt ist: „Wir wissen aus der Vergangenheit, dass die Rettungsdienste und Notaufnahmen in den Krankenhäusern jedes Jahr mit etlichen Patientinnen und Patienten zu tun haben, die durch Feuerwerkskörper verletzt wurden. Wir alle bemühen uns seit Monaten darum, Kontakte zu vermeiden und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Der Verzicht auf das Feuerwerk ist ein kleiner Beitrag, den ich für absolut zumutbar halte.“
Auch die Polizei mahnt zu besonderer Vorsicht in der Silvesternacht und rät dazu, gänzlich auf Feuerwerk zu verzichten. "Rund um Silvester kam es in den vergangenen Jahren zu schweren Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern", heißt es in einer Pressemitteilung. Besonders gefährlich seien illegale, sogenannte Polenböller. Immer wieder müssten Menschen deshalb mit Knalltraumata, Verbrennungen oder Schnittwunden in den Notaufnahmen behandelt werden.
Vor diesem Hintergrund haben sich auch die Krankenhäuser in der Region Hannover für ein möglichst rigoroses Böllerverbot eingesetzt. Denn sie seien aufgrund der Corona-Epidemie bereits sehr stark ausgelastet, deutlich stärker als sonst zu dieser Jahreszeit. Außerdem sei zu befürchten, dass Patienten in der Silvesternacht oftmals alkoholisiert seien und sich weniger an Hygiene- und Abstandsregeln sowie Anweisungen des Klinikpersonals hielten. Damit würden sie auch Mitarbeiter und andere Patienten in den Notaufnahmen gefährden.
Eine Übersicht über alle Straßen in der Region Hannover, in denen Silvester aus Infektionsschutzgründen ein Böllerverbot gilt, gibt es auf der Internetseite www.hannover.de.