"Big Easy" im Burgdorfer StadtHaus

Die New Orleans Jazz Band of Cologne brachte mit ihrem fulminanten Auftritt einen Hauch von "Big Easy" ins Burgdorfer StadtHaus. Foto: Georg Bosse

Jazzfreunde schenken den Fans zum 13-jährigen Bestehen "New Orleans Jazz Band of Cologne"

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Am vergangenen Freitag (15.3.) konnten die Jazzfreunde Altkreis Burgdorf ihr 13-jähriges Bestehen feiern. Und weil man sich zum Geburtstag gerne liebe Freunde einlädt, gastierten zur großen Freude von Oberjazzfreund Paul Rohde einen Tag später sieben Profis aus vier Nationen als "New Orleans Jazz Band of Cologne" im Burgdorfer Stadthaus. Die Band ihrerseits feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag.
"Die Organisation dieses Events war nicht so einfach. Das Interesse der Fans übertraf alle Erwartungen. So musste der Gig kurzfristig mit erheblichem Aufwand vom Jazzsalon (Foyer) in den großen Saal verlegt werden", erklärte Rohde, bevor er die Formation zum "New Orleans vom Besten" auf die Bühne bat.
New Orleans Jazz Band of Cologne ist seit 1959 ihrem traditionellen New Orleans Jazz treu geblieben. Die Band spielt den Jazz so, wie er heute immer noch in der legendären Preservation Hall im "Big Easy" zu hören ist. Die größte Stadt im US-Bundesstaat Louisiana gilt als die "Wiege des Jazz".
In der aktuellen Besetzung mit dem Belgier Bruno van Acoleyen (tp,voc.), dem Briten John Defferary (cl,voc.) und Bart Brouwer (tb.) aus den Niederlanden, Hans-Martin „Büli“ Schöning (bjo,g.) Georg „Schroeder“ Derks (piano), Markus „Benny“ Daniels (bass) und Reinhard Küpper (dr.) drückt die Musik ihre lebendige und facettenreiche Ursprünglichkeit aus. Sie steckt voller Dynamik und Sensibilität. Auf einen ihrer Mitspieler ist die Band besonders stolz und waren die Fans außerordentlich gespannt - John Defferary. Der Brite ist einer der renommiertesten Jazz-Klarinettisten, der in wenigen Tagen seinen 78. Geburtstag feiert. Von August 1998 bis November 2006 war John Defferary Mitglied der europäischen Chris Barber Jazz & Blues Band. Er begeisterte das Publikum durch seine Virtuosität und seine unvergleichlich kreolisch swingende Klarinette.