Arbeitslosigkeit steigt weiter

Unternehmen entlassen, lassen befristete Verträge auslaufen und stellen kaum neu ein

Region (r/fh). Die Arbeitslosenquote in der Region Hannover ist auch im Mai weiter angestiegen - zwar nicht mehr so stark wie im April, aber immer noch deutlich. Sie liegt jetzt bei 7,6 Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. So waren nun rund 48.600 Menschen arbeitslos gemeldet und damit rund 3.100 mehr als einen Monat zuvor. Gegenüber dem Mai 2019 war das sogar ein Anstiegt um rund 8000 Personen und damit etwa 20 Prozent.
Die sonst im Frühjahr übliche Belebung des Arbeitsmarktes ist auch im Mai wegen der Corona-Krise ausgeblieben. Dafür nennt Heike Döpke, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Hannover mehrere Ursachen: „Es gibt Unternehmen die aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung entlassen mussten. Zusätzlich werden auslaufende befristete Arbeitsverträge und Verträge mit Zeitarbeitsfirmen derzeit eher nicht verlängert. Außerdem halten sich viele Unternehmen zurück neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen." Vor allem jüngere Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren seien vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Immerhin seien wieder etwas mehr Stellenzugänge verzeichnet worden, als im April, aber immer noch 50 Prozent weniger als vor einem Jahr. 
Kurzarbeitergeld bleibe dabei ein Rettungsanker, der von den Unternehmen weiterhin nachgefragt worden sei. "Besonders in der Gastronomie, im Handel, in der Metall- und Elektroindustrie sowie im Bereich des Gesundheitswesens und der Touristik sicheren die Unternehmen auf diese Weise Arbeitsplätze und halten ihre Fachkräfte“, stellt Döpke fest.