Katenser Müllsammler finden holländische Wettermessstation

15 vollgepackte Müllsäcke sind trotzdem noch während der Katenser Müllsammelaktion zusammen gekommen. Foto: Marcus Huber (Fw Katensen) (Foto: Marcus Huber (Fw Katensen))

Resonanz bei Vereinen und Bevölkerung war ernüchternd

KATENSEN (r/jk). Der Versuch, erstmals in Katensen eine Müllsammelaktion, die auch von dem regionalen Müllverwerter „aha“ getragen und unterstützt wird, anzuschieben, ist leider fehlgeschlagen. Angedacht war, in diesem Jahr die Veranstaltung auf eine breitere Front zu stellen, um mit Hilfe einer „guten Sache“ das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Bewohner etwas zu fördern. Leider fand die Aktion bei Vereinen, Organisationen und den Katenser Bürgern nur wenig Resonanz. Großes Lob ging aber an die kleine Schar, die dem Wetter trotzte und sich mit Mülltüten, Handschuhen und Harken aufmachte, den Müll zu entsorgen, den andere in der Umwelt zurückgelassen hatten. Besonders die Kinder hielten trotz widriger Witterungsverhältnisse tapfer durch.
15 vollgepackte Müllsäcke sind zusammen getragen worden. Neben Autoreifen, Fässern, Schläuchen und vielen Kunststoffverpackungen waren es hauptsächlich Flaschen, die gefunden wurden. Der Bürgermeister der kleinen Ortschaft, Frank Prusseit, ließ es sich nicht nehmen, die Pfandflaschen zu sortieren. Am Ende konnte eine stolze Anzahl von knapp dreißig Pfandflaschen gezählt werden. Der Erlös des Pfandes kommt der Jugendsparte der hiesigen Feuerwehr zugute.
Das kurioseste Fundstück war aber eine Messsonde des „Königlichen Niederländischen Meteorologischen Institutes“ (KNMI). Auf Nachfrage bei diesem Institut konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der dazugehörige Wetterballon im Juni des vergangenen Jahres in Cabauw nahe Rotterdam auf Reisen ging. Ursprünglich sollte er zu Zwecken der Ozon-Forschung nur 30 Kilometer weit fliegen – stattdessen flog er aber knappe 400 Kilometer bis nach Katensen. Zur Auswertung der Daten wurde der schuhkartongroße Messapparat mit seinen Drähten und Antennen von der Feuerwehr zurück nach Holland geschickt.