Verstärkte Vernetzung für das Wohl der Kleinsten

Gemeinderätin Ursula Tesch begrüßte über 80 Teilnehmende aus den verschiedenen Bereichen. (Foto: Gemeinde Uetze)

Fachtag unter dem Motto „100 Fachkräfte – 1 Netz“ in Uetze

UETZE (r/jk). Das Netzwerk Prävention der Gemeinde Uetze und die Region Hannover hatten zu einem gemeinsamen Fachtag unter dem Motto „100 Fachkräfte – 1 Netz“ eingeladen. Die erste Gemeinderätin Ursula Tesch begrüßte über 80 Teilnehmende aus den verschiedenen Bereichen: Hebammen, Ergo-, Sprach- und Physiotherapeuten, Kinderärztinnen, Tagespflegepersonen, Erziehende aus den Kindertagesstätten, Familien- und Erziehungsberatung, Mitarbeiterinnen des Familienbüros, Schulärztin u.s.w.
Dr. Holger Nieberg, Leiter der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen der Region Hannover, führte die Teilnehmenden in das Thema Netzwerken ein. Ziel der Veranstaltung war es, allen Fachkräften aus den unterschiedlichen Bereichen, die Kinder bis zum 6. Lebensjahr betreuen, begleiten und erziehen, einen gemeinsamen Austausch zu ermöglichen und stabile Netzwerkstrukturen aufzubauen. Dazu sprach Dr. Nieberg über die unterschiedlichen Formen des Netzwerkens, strukturelle Notwendigkeiten und Gelingensfaktoren.
Die Kooperation mit der Gemeinde Uetze besteht seit dem Jahr 2013, dort traf man sich im sogenannten „Arbeitskreis U3 (= unter 3 Jahre)“ das erste Mal gemeinsam. Dr. Nieberg wies darauf hin, dass man damals an schon vorhandene Strukturen in der Gemeinde Uetze anknüpfen konnte und vieles, zum Beispiel eine Präventions- und Bildungskette. schon vorhanden war. Die Pause mit Imbiss diente gezielt dem Austausch und dem Gespräch. Alle TeilnehmerInnen wurden ermuntert, auf Menschen zuzugehen, die sie noch nicht kennen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten Workshops, die immer von einer Fachkraft aus dem Bereich Medizin/Therapie und dem Bereich Pädagogik moderiert wurden, besucht werden. Folgende Themen standen zur Wahl:1. „Noch Förderung oder schon Therapie?“, 2. „Von Kopf bis Fuß“, 3. „Spielst du mit mir sprechen?“, 4. „Kunst – nein danke!? – Alles Trauma, oder was?“, 5. „Schuleingangsuntersuchung“, 6. „Psychologische Beratung“ und 7. „Vorgehen bei Verdacht auf Beeinträchtigen bei Kindern.“ In Gruppen von 10 bis 12 Teilnehmenden kamen die unterschiedlichen Fachgebiete zusammen, so dass die Themen aus den verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden konnten und ein reger Austausch stattfand.
Die Fachtagung endete mit einer konkreten Ideensammlung, wie eine verstärkte Vernetzung zwischen den Professionen im Gemeindegebiet gelingen kann. Diese Ideen werden nun wieder in die Lenkungsgruppe „Frühe Hilfen“ getragen, wo mit Unterstützung der Region Hannover unter anderem weiter am Thema Vernetzung gearbeitet wird.