Umbau des Uetzer „Batze“ liegt voll im Finanz- und Zeitplan

Michael Kropp, Vorstand der Freibad Uetze eG, führte interessierte Besuchergruppen über die Baustelle und informierte über den Fortgang des Projektes „Naturerlebnisbad“. Foto: Georg Bosse
Uetze: Georg Bosse |

Ehrenamtliches Engagement und „Muskelhypothek“ entlasten kommunale Finanzen

UETZE (gb). Das Uetzer Freibad an der „Bodestraße“ liegt mitten im Herzen des Fuhse-Ortes. Seit 2011 wird das „Batze“ in Form einer eingetragenen Genossenschaft (eG) von den Uetzer Bürger/innen in Eigenregie betrieben. Im August des zurückliegenden Jahres begannen die Umbauarbeiten in ein Naturerlebnisbad, woran sich die Genossenschaftsmitglieder mit reichlich „Muskelhypothek“ beteiligen.
Der 1,5 Millionen Euro teure Umbau steht unter dem umweltschonenden Motto „Schilf statt Chlor“. Demnach soll künftig ein aus Kies und Schilf bestehender Geomatrix-Bodenfilter das Badewasser wieder natürlich aufbereiten. Des Weiteren ist vorgesehen, den Nichtschwimmerpool aufzugeben und das Schwimmerbassin in ein kombiniertes Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken umzugestalten. Der erste Abschnitt, der heikle Abbruch sowie der Aufbau der rund 600 Quadratmeter großen Filteranlage, ist schon erledigt. „Die veranschlagte Investition ist ein Festpreis, zu dem uns das neue „Batze“ am Ende schlüsselfertig übergeben wird. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich sagen, dass wir voll im Finanz- und Zeitrahmen liegen“, so Michael Kropp vom Genossenschaftsvorstand.
Den ehemaligen Nichtschwimmerbereich wollen die engagierten und fleißig eigenleistenden Genossenschaftsmitglieder mit Baggern „versanden“, um rundherum Strandkörbe und Sitzgelegenheiten aufstellen zu können.
Interessierte, die sich ein Bild über den Fortschritt der Umbauarbeiten machen wollten, waren am vergangenen Sonntag zu einer so genannten Baustellenbesichtigung eingeladen. In geführten Gruppen ließen sich die Besucher von den Vorstandsmitgliedern Michael Kropp und Jens Erfens den Fortgang des Projektes erläutern. „Mit unseren vereinten Kräften kann die Kommune Uetze bei halbierten Kosten das Freibad für die Bürger/innen erhalten, denn ihr jährlicher Zuschuss für den Betrieb wird nur noch rund 140.000 Euro betragen, den wir über einen längeren Zeitraum festgeschrieben haben. Ferner können die Energiekosten deutlich gesenkt werden. So wird die öffentliche Hand entlastet“, erklärte Kropp.
Die bis zu fünf Meter hohe Sprunganlage bleibt erhalten. Aber um die Attraktivität der aufgemöbelten Freibadelandschaft noch zu erhöhen, wird eine Breitwellenrutsche installiert. Mit einer Breite von drei Metern, einer Höhe von drei Metern sowie einer Länge von 15 Metern sind dann Spaß und Action für Kinder (ab 7 Jahren), für Jugendliche und Junggebliebene garantiert. Zu Beginn der Freibadesaison 2018, voraussichtlich Mitte/Ende Juni, soll das Uetzer Naturerlebnisbad für alle „Wasserratten“ und Sonnenhungrige erlebbar sein.