Uetzer Freibad jetzt in Erbbaurecht erworben

Der Vorstand der Uetzer Freibad-Genossenschaft, Michael Kropp (links) und Diethart Smolenga (rechts) haben den Erbbaurechtsvertrag mit den Gemeindebetrieben Uetze GmbH, Andreas Fitz, Geschäftsführer (Mitte) unterzeichnet. (Foto: Dana Noll)
Uetze: Freibad Uetze |

Ein Beitrag von Dana Noll - Genossenschaft kann nun den Umbau forcieren

UETZE (dno). Der Vorstand der Uetzer Freibad-Genossenschaft hat am 20. Dezember 2016 den Erbbaurechtsvertrag mit den Gemeindebetrieben Uetze GmbH, denen das Freibad gehört, unterzeichnet.
Bereits im letzten Jahr waren dazu Gespräche geführt worden. Dabei orientierte man sich an der Hänigser Genossenschaft, die sich bereits in 2015 für diesen Schritt entschieden hatten.
Nun können sowohl der Umbau als auch die Finanzierung weiter voran getrieben werden. Denn erst mit Regelung des Erbbaurechts kann die Genossenschaft nun die benötigten Kredite beantragen.
„Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu unserem Naturerlebnisbad“, so Sonja Trautmann, 2. Vorsitzende des Fördervereins Freibad Uetze.
Am 21. August 2017, nach den Sommerferien, soll der Umbau starten. „Aus diesem Grund wird es in diesem Jahr einen verkürzten Freibadbetrieb geben“, so Vorsitzender Michael Kropp, „Die Saisonkarten werden daher auch zu reduzierten Preisen angeboten.“
Bis Mai 2018 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Zu Beginn der Sommerferien 2018 wird geplant, das neue Naturerlebnisbad zu öffnen.
Das Freibad Uetze setzt dann auf Schilf statt Chlor! Den Umbau hatte die Mehrheit der Genossenschaft befürwortet. Mit dem Ingenieur-Büro EKO-PLANT holte man sich einen kompetenter Partner an die Seite.
Mit natürliche Materialien, Holzstegen als Gestaltungs,- Ruhe- und Spielelemente, einem Sandstrand zum Buddeln und vor allem chlorfreies Wasser wird das neue Bad besonders für Familien attraktiv und wird durch sein Alleinstellungsmerkmal auch zahlreiche Wasserratten aus dem Umland anlocken.
Es wird jeweils drei 33-Meter- und 50-Meter-Bahnen geben. Der Schwimmerbereich wird etwa 590 Quadratmeter groß sein. Der Nichtschwimmerbereich kann abgetrennt werden und wird eine Fläche von etwa 445 Quadratmetern haben.
Der Einlaufbereich wird eine geringe Wassertiefe von ungefähr einem Meter haben. Besonders attraktiv wird das Plantschbecken mit etwa 80 Quadratmetern. Strandkörbe und Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen und Sonnen ein. Insgesamt verringert sich die Wasserfläche auf 1.115 Quadratmeter. Die alten Fliesen in den Becken werden durch eine grüne, stabile, langlebige Folie ersetzt.
Die Genossenschaft erwartet für den Umbau Kosten in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro. Aus dem Topf der Leaderregion Aller-Fuhse-Aue erhofft sich der Vorstand einen Zuschuss.