„Supergirls“ und „Hoppelhasen“ auf dem Zwiebelfest in Uetze

Die Zwiebel-Botschafterinnen Sophie Wietfeld (links) und Kim Licht begeisterten die Besucher für die Zwiebeln aus Uetze. (Foto: Dana Noll)

Trotz Regengüssen kamen zahlreiche Besucher nach Uetze

UETZE (dno). Das „Auf“- und „Zu“-klappen des Regenschirms wurde am vergangenen Wochenende zum Dauersport. Besonders am Sonntagnachmittag jagte ein Regenguss den nächsten, so stark, dass einige Zelte Unterstützung brauchten. Doch die Uetzer blieben ihrem Zwiebelfest treu und rückten unter Schirmen, Dächern und Zelten einfach ein bisschen näher zusammen und behielten ihre gute Laune. Dafür sorgten vor allem die zahlreichen Köstlichkeiten rund um die Zwiebel sowie die Auftritte von Volker Rosin und Graham Bonney.
„Dass ich mal in Uetze singen würde, hätte ich mir vor 40 Jahren, als ich die Charts anführte, auch nicht gedacht“, so Graham Bonney augenzwinkernd bei seinem Auftritt am Sonntagnachmittag. Der sympathische Engländer gründete schon mit 16 seine eigene Schulband, stand schon mit Jimmy Hendrix auf der Bühne und spielte im berühmten STARCLUB in Hamburg. 1966 eroberte er das Herz von Deutschland und zahlreichen jungen Mädchen mit seinen Hits „Wähle 333“ oder „Super Girl“, die sogar die Beatles von Platz 1 verdrängten. Auch auf dem Zwiebelfest schaffte Bonney es immer noch die nunmehr etwas reiferen Damen in den ersten Reihen zu begeistern, die jeder seiner Songs lautstark mitsingen konnten. Über die Jahre sind sie dem smarten Sonnyboy genau so treu geblieben, wie Grahem Bonney Deutschland, denn er lebt seit Jahren in der Nähe von Köln.
Was Graham Bonney für die Mütter und Großmütter ist – ist Volker Rosin für die Kleinsten. Auch er ließ sich die gute Laune vom teils kräftigen Regenschauer nicht verderben und sang tapfer gegen das Schlechtwetter an. Die Kinder hatten auch keine Zeit, sich mit den dunklen Wolken zu beschäftigen, denn Rosin animierte zum Mitmachen und die Arme gingen rauf und runter zu den Hits von „Hoppelhase Hans“ oder dem „Gorilla mit der Sonnenbrille“.
Zur Stärkung gab es an beiden Tagen alles, was das „Zwiebel-Herz“ begehrt: Flammkuchen, Gyros, Zwiebelkuchen und sogar „Zwiebel-Muffins“. Dazu trank man (Frau!) Federweißer, Weinschorle oder ein zünftges Bier. Schmalzkuchen, Zuckerwatte, Eis, Kinderkarussell, Gold schürfen und Kinderschminken sorgten bei den Kleinen für gute Stimmung. Am Sonntag hatten die Geschäfte geöffnet und luden zu einen gemütlichen Bummel ein. Besonders die liebevoll handgemachten Dekorationen von Kränzen über Herbst-Sträußen fielen dabei ins Auge und stimmten auf die kommende Jahreszeit ein. Mehr als 50 Aussteller boten an ihren Ständen Kunsthandwerk, Spielsachen, Bastelzubehör sowie Brot- und Wurstwaren – da war für jeden etwas dabei!