„Stillcafé“ im Frauenhaus Uetze ist auf einem guten Weg

Imke Adam mit Tochter Hermine (rechts) und Inge Bode geben als Hebammen Tipps und Ratschläge im „Offenen Stillcafé“ im Familienhaus Uetze. (Foto: Dana Noll)

Tipps und Ratschläge von Hebammen für junge Mütter

UETZE (dno). Anfang März startete im Familienhaus Uetze das Projekt „Offenes Stillcafé“. Hier finden junge Mütter einen Treffpunkt zum Austausch und zur Kontaktaufnahme. Begleitet werden sie dabei von zwei erfahrenen Hebammen.
„Besonders Erstgebärende haben viele Fragen rund ums Stillen“, so Hebamme Imke Adam, die selbst derzeit schwanger ist und eine zweijährige Tochter hat. Als Ansprechpartner agierte bislang die Hebammensprechstunde, die wegen auslaufender Fördergelder eingestellt wurde.
„Daraus entstand die Idee, ein „Offenes Stillcafé“ anzubieten. Dieses ist aber nicht vergleichbar mit der Sprechstunde. Dort ging es mehr um einzelne Beratung, im Café steht das gemeinschaftliche Erleben, Kontakt und Austausch im Vordergrund“, so Ansprechpartnerin Ellen Schwenke. Mit dem Familienhaus in Uetze wurde ein passender Ort für die Projektumsetzung gefunden – und mit Inge Bode aus Uetze und Imke Adam aus Wettmar zwei erfahrene Hebammen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Ich bin Mutter von vier Kindern und ein großer Fan vom Stillen“, so Inge Bode, die engagiert hinter dem Projekt steht. „Das richtige Personal zu finden war die größte Herausforderung“, so Ellen Schwenke.
Bislang nutzen etwa fünf Mütter das Angebot. „Das können gern noch mehr werden“, so Imke Adam. Die „Stammgäste“ sind bislang begeistert, denn hier finden sie Antworten auf ihre Fragen. „Es geht um Themen wie Beikost, Impfen, Allergien, Ernährung, Rückbildung oder auch Säuglingspflege“, so Adam. Aber auch das Zusammenkommen, der Austausch mit Gleichgesinnten oder das Vernetzen spielt eine große Rolle. „Es ist schön zu wissen, dass andere auch an Schlafmangel leiden“, so Imke Adam augenzwinkernd.
Das „Offene Stillcafé“ im Familienhaus Uetze ist jeden Dienstag von 9.30 bis etwa 10.45 Uhr geöffnet, außer in den Ferien und schulfreien Tagen. Neben Kaffee, Tee und Wasser wird ein kleiner Snack geboten. Das „Offene Stillcafé“ ist ein Projekt vom Land und wird von der Familienförderung der Region finanziell unterstützt. Das Projekt ist derzeit für ein Jahr ausgelegt. „Wir sind auf einem guten Weg“, so Ellen Schwenke.