SoVD weist auf „Tag der Lohngerechtigkeit“ hin

Die SoVD-Aktiven stoßen an und feiern Silvester, denn Frauen haben nun endlich soviel verdient wie Männer. (Foto: SoVD)

Demonstration mit dem Bollerwagen durch Uetze

UETZE (r/jk). Zu einer Demonstration mit zwei Bollerwagen haben sich Frauen und Männer des Sozialverbands Uetze anlässlich des „Tages der Lohngerechtigkeit – dem Equal Pay Day“ auf den Weg durch den Ort gemacht. Christa Huwald, SoVD-Vorsitzende in Uetze und auch Kreisfrauensprecherin, betonte, wie wichtig es sei, immer wieder auf die mangelnde Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen hinzuweisen: „Es ist nicht akzeptabel, dass die Entgeltlücke 22 Prozent beträgt.“
Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Uetze, Gitta Bührich, begleitete die Aktiven. „In diesem Jahr wollen wir insbesondere darauf aufmerksam machen, dass Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse, erst recht aber Minijobs für Frauen, zur Armutsfalle werden können,“ so Bührich. Die Vereinbarung von Erwerbs- und Familienarbeit stellt für Frauen eine große Herausforderung und Belastung dar. Aufgrund der Familienaufgaben unterbrechen Frauen häufig ihre Erwerbstätigkeit und kehren danach nicht selten in Minijobs oder geringer Teilzeit ins Berufsleben zurück – eine Lösung, die zunächst im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie praktisch erscheint und eine Möglichkeit darstellt, wieder in den Beruf einzusteigen. Doch meist erweisen sich diese Beschäftigungsverhältnisse als Sackgasse. Der berufliche Aufstieg bleibt versperrt und Führungspositionen in Teilzeit haben ebenfalls Seltenheitswert. Minijobs und geringe Teilzeitarbeit sind zudem häufig mit niedrigen Stundenlöhnen verbunden. Das Gehalt reicht dann weder zur eigenen Existenzsicherung und erst recht nicht zum Aufbau einer angemessenen Rente.
„Wir wollen auf diese Probleme hinweisen und sind daher am 21. März, dem eigentlichen Equal Pay Day, zu einer Großkundgebung nach Berlin gefahren“, so Christa Huwald. Das Hannoversche Aktionsbündnis ruft die Frauen auf, am „Equal Pay Day“ Silvester zu feiern. Warum? „Dann haben wir Frauen endlich so viel verdient, wie die Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres“, so die Gleichstellungsbeauftragte.