Schützen für energetische Sanierung

Vorstandsmitglied Donald Albrecht stellte im Schützenverein Uetze das geplante Konzept zur Sanierung vor. (Foto: Dana Noll)
Uetze: Schützenheim Uetze |

Ein Beitrag von Dana Noll - Mit Unterstützung durch das e.coSport-Programm

UETZE (dno). Jetzt kann es endlich losgehen! Bislang waren den Schützen die Hände noch gebunden. Denn der offizielle Beschluss zur energetischen Sanierung des Schützenheims Uetze und Umbau des Luftdruckstandes stand noch aus. Der ist nun erfolgt: Mit 65 zu 0 Stimmen, zwei Enthaltungen, stimmten die Schützen für das Konzept!
Eine gute Entscheidung, denn ohne die geplanten Sanierungsmaßnahmen würde der Verlust der Zulassung drohen. Das Baudach ist marode, die Dämmung mangelhaft und vor allem die alte Heizungsanlage störanfällig und unwirtschaftlich.
Auch der Schießstand entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Bereits bei der letzten Standabnahme in 2011 wurde die Holzdecken- und Wandverkleidung sowie die Beleuchtung beanstandet.
„Einen besseren Zeitpunkt zur Sanierung als jetzt, gibt es kaum. Die Erweiterung ist durch einen geringen Mehraufwand möglich und die Finanzierungssituation ist so günstig wie nie“, so der Vorsitzende Donald Albrecht.
Mit dem Umweltzentrum und deren e.coSport-Programm holt man sich einen kompetenten Partner an die Seite. Bereits über 170 Sportvereine, davon etwa 90 bis zur Abschlussveranstaltung, wurde so unter die Arme gegriffen.
Ziel ist es, durch die Modernisierungen des Gebäudes, die Energiekosten zu senken. „Dadurch werden finanzielle Mittel frei, die die Vereine anderweitig einsetzen können“, so Belinda Schenkling, Umweltzentrum Hannover. Neben der Begleitung bei der Schwachstellenanalyse, steht das Umweltzentrum auch bei Fragen rund um Förderung und Finanzierung zur Seite.
Nachdem das Konzept bei der Jahreshauptversammlung 2016 vorgestellt wurde, wurden bereits die Kosten ermittelt, Angebote eingeholt, ein Gutachten erstellt, vorsorglich ein Zuschuss bei der Region beantragt, Beratungsgespräche mit dem Regionssportbund geführt sowie der Finanzierungsplan erstellt.
Bislang geht man von einer sechsstelligen Summe aus, die der Umbau kosten wird, davon ist ein Großteil förderungsfähig. Damit würden der Regionssportbund sowie die e.coSport Förderung der Region Hannover den Löwenanteil übernehmen.
Durch die Umsetzung der Sanierungsarbeiten könnten pro Jahr etwa 27 Prozent der Energiekosten gespart werden. Der Schießstand würde modernisiert und erweitert werden, von sieben auf zwölf Bahnen.
"Wir wollen auch auf eine moderne elektronische Zielerfassung umstellen, die gleich die Ergebnisse anzeigt", kündigt Albrecht an. Bisher müssen die Pappscheiben umständlich mit einer Zuganlage hin- und hergefahren werden, um die Schießergebnisse abzulesen.