Rückblick und Ausblick für die Gemeinde Uetze

Werner Backeberg, Bürgermeister der Gemeinde Uetze. (Foto: Gemeinde Uetze)

Grußwort der Gemeinde Uetze zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Uetze,
nur noch wenige Tage/Stunden trennen uns vom Jahr 2015 und da gehört es in diesen Tagen zur Tradition, dass man seine Gedanken in das vergangene Jahr zurückschweifen lässt, um sich über Geschaffenes zu freuen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und sich vielleicht zu trösten, dass manches, was man persönlich als Ziel nicht erreicht hat, auch im kommenden Jahr noch in die Tat umgesetzt werden kann.
Im Jahr 2014 ist die Gemeinde Uetze 40 Jahre alt geworden, dieses Ereignis wurde mit einem entsprechenden Festakt vor dem Uetzer Rathaus an einem schönen Sommertag gefeiert. Hierzu hat die Gemeinde Uetze 40 Jahre nach der umstrittenen Gebietsreform eine Gemeindechronik mit dem Titel „Neun Dörfer – ein Ziel“ erstellen lassen, die an die Gründungsgeschichte und die zehn Räte erinnert, die die kommunale Selbstverwaltung bis heute getragen haben. Die Chronik zeigt, wie erfolgreich sich die Gemeinde aus eigener Kraft entgegen negativer Einflüsse entwickeln konnte.
Dass uns dies gelungen ist, kann man insbesondere im Bereich Schulen und Kindertagesstätten sehen, hier gab es auch in diesem Jahr mit dem neuen Familienhaus das umfangreichste kommunale Bauvorhaben. In dem neuen Familienhaus bleibt die Kindertagesstätte das Herzstück, jedoch sind Kinder, Eltern, Familien, Singles und Senioren gleichermaßen Willkommen. Zudem ist es eine dorfgemeinschaftliche Einrichtung, die Treffpunkt und Koordinierungsstelle für Ehrenamtlichkeit ist.
Für das kommende Jahr wartet wieder viel Arbeit auf uns alle. Für die Gemeindeverwaltung und die Ratsmitglieder besteht angesichts der schlechten Finanzlage der Gemeinde die besondere Verpflichtung, die knappen zur Verfügung stehenden Mittel mit Augenmaß zu verteilen. Bei allen Bemühungen und Zielen wird in 2015 deshalb die Haushaltskonsolidierung eine stärkere Beachtung erfordern. Dabei wird es sich nicht vermeiden lassen, Einschnitte zu beschließen, damit in den kommenden Jahren noch ein finanzieller Handlungsspielraum für die Gemeinde erhalten bleibt.
Große Projekte und Maßnahmen sind in den folgenden Jahren der Umbau der Außenstelle Grundschule Eltze mit Kindertagesstätte, sowie die Überplanung der Grundschule Dollbergen mit Kindertagestätte, womit an beiden Standorten die Konzeption „alle Kinder unter einem Dach“ umgesetzt wird.
Außerdem steht die Planung der Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Uetze sowie der Straßenbau „Pröbenweg“ in Dollbergen an. Im Rahmen des Klimaschutzes läuft das Projekt „Energetisches Quartierskonzept Irenensee/Spreewaldsee - klimaschonende Energieversorgung im Quartiersrahmen“
weiter.
Eine besonders wichtige Herausforderung wird die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen aus Krisen- und Kriegsgebieten sein. Die zahlreichen Krisenregionen in der Welt wirken sich auch auf unsere Gemeinde aus. 64 Flüchtlinge - davon 37 Kinder - sind bei uns in diesem Jahr neu aufgenommen und mit Wohnraum versorgt worden, die Prognose für 2015 geht von weiter steigenden Zahlen aus. Es wäre schön, wenn Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, die Gemeinde bei diesen Aufgaben unterstützten könnten und Wohnraum an die Gemeinde vermieten würden. Neben dem Angebot einer Unterkunft und finanzieller Unterstützung zum Leben, sind aber auch soziale Kontakte und menschliche Hilfe innerhalb der Gemeinde wichtige Faktoren. Hier bedanke ich mich bei allen, die uns in den vergangenen Monaten bei der Aufnahme und Integration der Flüchtlinge behilflich waren.
Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen bedanken, die durch ihre Beiträge und Leistungen mitgeholfen haben, unser Gemeinwesen im zurückliegenden Jahr zu stärken.
Ihr Wirken auf karitativem, kulturellem und sportlichem Gebiet trägt entscheidend zur Lebensqualität in der Gemeinde Uetze bei, und ich möchte gerade heute allen Menschen danken, die dort mitarbeiten. Sie machen das freiwillig, sie fragen nicht, was sie das kostet oder welchen Vorteil ihnen das bringt, sie denken und handeln nicht in den heute so oft üblichen Kosten-Nutzen-Kategorien.
Ihnen allen und allen Einwohnerinnen und Einwohnern wünsche ich viel Erfolg, Gesundheit und Glück im Neuen Jahr.

Werner Backeberg
Bürgermeister