Ritter und Gaukler auf dem Aktionstag des Gymnasium Uetze

Bei den lustigen Spielen hatten die Schüler viel Spaß! (Foto: Dana Noll)

Aktionen und Angebote zum Thema Reformation und Mittelalter

UETZE (dno). Man nehme zwanzig Gramm Ringelblumen Auszugsöl, vier Gramm Kakaobutter und vier Gramm Bienenwachs, dann zusammenmischen, ein bisschen schmelzen lassen, gut umrühren, erwärmen, wieder abkühlen und fertig ist die hand- und hausgemachte Ringelblumensalbe. „Die hilft bei Wunden und macht die Haut schön geschmeidig“, erzählen die Schüler.
Am 19. Juni zeigten sich die Gymnasiasten aus Uetze wieder von ihrer gewohnt kreativen Seite. „Unter den Eichen“ fand als Alternative zu der eigentlichen Projektwoche erneut ein Aktionstag statt. „Wegen des kurzen Schuljahres“, erklärte die Pressebeauftragte Marion Arth. Nachdem im letzten Jahr der Ausflug ins Freibad Hänigsen ins Wasser fiel, wurden die Schüler in diesem Jahr mit Sonne satt belohnt.
Zum Thema „Die Reformation – ein Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit“ gab es vielfältige Aktionen und Angebote auf dem Außengelände der Schule. „Eigentlich sollte es nur Aktionen zur Reformation und zu Martin Luther geben. Aber die Initiativgruppe der Schüler hatte etwas gemeutert und kurzerhand wurde das Thema erweitert“, berichtet Marion Arth. Und so hatten an dem sonnigen Nachmittag auch Ritter und Gaukler ihre Berechtigung.
Nachdem die Gymnasiasten an verschiedenen Workshops teilgenommen hatten, ging es auf dem mittelalterlichen Markt am Nachmittag um die „praktische Umsetzung“. Hier wurden Ritterspiele und Fecht-Duelle gezeigt, mit den Gauklern konnte man sich im Apfelbeißen messen oder die Sonne, an einer der langen Schlangen vor den Theken, genießen. Bei den kulinarischen Köstlichkeiten hatten sich die Mädchen und Jungen ganz besonders ins Zeug gelegt. Neben einer leckeren Bratwurst vom Grill, gab es zünftige „Ritterbrote“, die deftig mit ganz viel Zwiebeln belegt waren, selbst gemachten Kräuterquark, Pfannkuchen und Obstspieße mit Erdbeeren, die „selbst gepflückt waren“. Die „Luthertaler“, Plätzchen aus Käse und Haselnuss, ließen sich süß oder herzhaft genießen. Und beim „Nonnenfurz“, einem Schmalzgebäck aus Brandteig, konnte niemand widerstehen.
Obgleich es heißt, „ein voller Bauch studiert nicht gern“, wurden anschließend die Ergebnisse aus den Workshops präsentiert und Fragen diskutiert wie beispielsweise „Was möchte ich in der Kirche verändern?“ oder „Meine These - Wofür stehe ich?“ Gäste wie Norbert Vanin, Ortsbürgermeister Hänigsen oder Pastorin Ramona Mücke, die für die Zusammenarbeit von Kirche und Schule zuständig ist, unterstützten die Workshops.