Region plant neue Radwege

Noch teilen sich Radler und Autofahrer die Fahrbahn: Ein Radweg zwischen Dollbergen und Schwüblingsen soll im kommenden Jahr gebaut werden.
 
Die gelbe Linie markiert den geplanten neuen Radweg zwischen Dollbergen und Schwüblingsen. (Foto: OpenStreetMap)

Verbindung zwischen Schwüb­lingsen und Dollbergen / Bund zahlt Löwenanteil

UETZE (tob). Ein neuer Radweg soll im kommenden Jahr die Dörfer Schwüb­lingsen und Dollbergen entlang der Kreisstraße 132 verbinden. Diese Entscheidung gab die Region Hannover vor wenigen Tagen bekannt. Neben dem Teilstück zwischen den Dörfern im Bereich Burgdorf/Uetze sind weitere neun neue Verbindungswege für Radfahrer rund um Hannover in Planung. Sie sollen helfen das Radwegenetz der Region auszubauen und tauglich für den Alltagsverkehr zu machen.
Besonders erfreulich für die Regionskasse: Den Löwenanteil der Kosten trägt der Bund. Er steuert rund 4,3 Millionen Euro bei. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit Sitz in Berlin verschickte pünktlich zum Weihnachtsfest einen entsprechenden Bescheid. Die Zuwendung stammt aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative bei einer Förderquote von 70 Prozent. Der Eigenanteil der Region Hannover als Bauherrin beläuft sich somit auf rund zwei Millionen Euro.
Die Fördersumme wird gestückelt in den Jahren 2018 bis 2021 ausgezahlt. Für das laufende Jahr sind vier neue Radwege geplant. Gebaut werden sollen Verbindungen zwischen Thönse und Engensen (K 117), Thönse und Neuwarmbüchen (K 116), Devese und Ronnenberg (K 221/226) sowie zwischen Lath­wehren und Ostermunzel (K 251). Fünf weitere sind für die Folgejahre vorgesehen.

Bereits 2016 eine Förderung erhalten

Die Region Hannover hatte sich schon 2016 beim Förderwettbewerb des Bundesministeriums zum Thema „Klimaschutz im Radverkehr“ erfolgreich beworben. Für das Projekt „Ausbau des Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr“ gab es im Frühjahr 2017 nicht nur eine Urkunde, sondern erstmalig Gelder in Höhe von drei Millionen Euro, mit denen zurzeit die Fahrbahndecken von über 60 Ortsdurchfahrten in der Region saniert und insbesondere die Führung des Radverkehrs – im Mischverkehr oder auf Schutzstreifen – überprüft werden.
„Das Radfahren in der Region Hannover soll schneller, bequemer und sicherer werden“, fasst Conrad Vinken, vom Fachbereich Verkehr der Region Hannover, die Leitlinie des Projektes zusammen: „Unser Ziel ist ein hochwertiges, ganzjährig nutzbares Wegesystem für Fahrten im Alltag: Dies bezieht nicht nur die Radwege an den Kreisstraßen, sondern auch Routen an Gemeinde-, Landes- und Bundesstraßen ein.“


Netz von 800 Kilometern Radwege in Planung

Das Vorrangnetz soll flächendeckend eine Gesamtlänge von rund 800 Kilometern umfassen, die zentralen Orte der Städte und Gemeinde erschließen und auch über die Regionsgrenze hinaus Verbindungen schaffen. Neben Lückenschlüssen (Neubau) haben vor allem der Ausbau (Breite, Belag) und die Führung bestehender Fahrradwege Vorrang.
Für das Jahr 2019 sind neben der Verbindung zwischen Schwüb­lingsen und Dollbergen drei weitere Radwege zwischen Bissendorf und Scherenbostel (K 102), Thönse und Wettmar (K 116) sowie Bilm und Wassel (K 143) geplant. Als vorläufiger Abschluss des Programms steht für 2020 neben der Verbindung zwischen Evern und Dolgen (K 136) noch ein Radweg zwischen Resse und Wiechendorf (K 102) auf der Agenda.