Rauhreif auf Eisenbahnbrücke bei Eltze fordert erstes Glätteopfer

Tückische Rauhreifglätte: Für die Fahrerin des querstehend auf der Beifahrerseite gerammten und auf das Brückengeländer geschobenen Kleinwagens gab es trotz eines Großaufgebotes an Rettern keine Rettung mehr. (Foto: Feuerwehr Uetze)

Fahrerin stirbt in den Trümmern eines Pflegedienstwagens

ELTZE (r/kl). Nicht nur vereiste, schon mit Rauhreif überzogene Straßen können äußerst gefährlich sein. Zum Jahresende verstarb bei solche Straßenverhältnissen eine 55-jährige Mitarbeiterin eines Pflegedienstes aus Uetze, nachdem sich ihr auf der Eisenbahnbrücke südlich von Eltze ins Schleudern geratener Kleinwagen quer stellte und von einen entgegen kommenden Opel Omega gerammt wurde, dessen 54-jähriger Fahrer schwere Verletzungen erlitt.
Am Tag vor Silvester wurden die Ortsfeuerwehren Uetze und Eltze kurz nach 9.15 uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die B 444 zwischen Eltze und Wehnsen (Landkreis Peine) alarmiert.
Auf der Brücke über die Eisenbahnlinie Hannover - Wolfsburg war die Fahrerin eines Kleinwagens aufgrund von Straßenglätte in Schlingern geraten. Der Wagen stellte sich quer und wurde von dem entgegen kommenden Opel Omega auf der Beifahrerseite frontal gerammt.
Der Kleinwagen wurde bei dem Aufprall vollständig zerstört, die Fahrerin in dem Fahrzeugwrack eingeklemmt und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.
Die alarmierten Rettungskräfte versorgten den schwer verletzten Fahrer des anderen Pkw und brachten diesen mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus.
Die tödlich verletzte Fahrerin des Kleinwagens musste anschließend von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeugwrack geborgen werden.
Im Einsatz waren 35 Kräfte der Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen, drei Rettungswagen, zwei Rettungshubschrauber mit Notärzten sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagen - aber der Großeinsatz der Retter konnte der 55-Jährigen nicht mehr helfen. Die Bundesstraße blieb für die Rettungsarbeiten und die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes bis in den Nachmittag vollständig gesperrt.