pro regio hatte gleich drei gute Gründe zum Feiern

Nadja Smolenga, Dina de Haas, Alexandra Klenner, Yvonne Salewski, Heike Hinrichs und Cornelia Manfraß, pro regio e.V. (v.l.) feierten 16. Jubiläum von pro regio e.V. (Foto: Dana Noll)

16. Geburtstag wurde mit einem kleinen Hoffest gefeiert

UETZE (dno). Unter dem Motto „Sweet sixteen“ lud pro regio e.V. zu einem kleinen Hoffest in die Praklastraße in Uetze ein. Anlässlich ihres 16-jährigen Bestehens wurde mit den „neuen Nachbarn“ von Landungsbrücke e.V. sowie mit „alten Bekannten“ und „neuen Partnern“ gefeiert.
In diesem Rahmen wurde auch die Arbeit der neuen „KAUSA Servicestelle Region Hannover“ vorgestellt. 29 KAUSA Servicestellen gibt es bundesweit in über 20 Städten. Hier werden Selbstständige und Jugendliche mit Migrationshintergrund, aber auch Flüchtlinge, Eltern und ehrenamtliche Begleiter, in Ausbildungsfragen beraten und unterstützt. Ziel ist es, die nach wie vor niedrige Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erhöhen.
Im Unterschied zu den anderen Beratungsstellen arbeitet die Servicestelle Region Hannover mit verschiedenen Anlaufstellen und dezentralen Angeboten gemeinsam mit den Netzwerkpartnern zusammen. Im Ostkreis sind dies zum Beispiel Landungsbrücke in Uetze, die Migrations- und Integrationsberatung des Diakonieverbands Hannover-Land, das Mehrgenerationenhaus in Burgdorf, die Wirtschaftsförderungen sowie die Kammern und die Agentur für Arbeit/JobCenter.
„Wir haben uns zum Ziel gemacht, bedarfsgerecht und dezentral die laufenden Aktivitäten und Akteure in verschiedenen Kommunen zu unterstützen. Wir möchten die bestehende Angebots- und Unterstützungsstruktur in der Region Hannover für die Zielgruppen und die Akteure transparent machen und bedarfsgerecht ergänzen“, so Yvonne Salewski, pro regio e.V. Dafür wurden gemeinsam mit vielen Partnern neue Formate, Maßnahmen oder Materialien zur Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung der genannten Zielgruppen entwickelt. Auch in Burgdorf, Lehrte und Uetze wurden dazu erste Vereinbarungen getroffen und Aktivitäten gestartet.
Selbstständige mit Migrationshintergrund profitieren von einer unbürokratischen Beratung und Unterstützung vor Ort, beispielsweise auf dem Weg zur Erstausbildung, bei der Bewerbersuche oder während der Ausbildung. Darüber hinaus werden Unternehmen für die Ausbildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge gewonnen. Sie erhalten Hilfestellungen zur Ansprache dieser Zielgruppen und zu nicht-diskriminierenden Auswahlverfahren. Zum Erfahrungsaustausch für Unternehmen werden Sprechstunden und Stammtische für Ausbilder angeboten. Für Jugendliche wird eine erweiterte Praktikumsbegleitung und Nachbetreuung geboten. Lehrkräfte und Ehrenamtliche werden bei der Praktikumsbetreuung der Zielgruppen begleitet und in Ausbildungsfragen beraten.
Für die KAUSA Servicestelle Region Hannover wurden drei neue Kolleginnen eingestellt. Die Finanzierung für vorerst drei Jahre erfolgt im Rahmen des Programms JOBSTARTERplus aus Mitteln des BMBF und des Europäischen Sozialfonds.