Neue Technik am Schießstand

Ulrich Pohl von Meyton (2. von links) hat die neue Anlage zusammen mit den Hänigser Schützen Falk Schacht (von links), Achim Schacht und Manfred Meyer in Betrieb genommen. (Foto: Bürgerschützenverein Hänigsen)

Der Bürgerschützenverein Hänigsen hat eine Anlage zur elektronischen Erfassung der Ergebnisse installiert

HÄNIGSEN (r/fh). Der Bürgerschützenverein Hänigsen hat eine Anlage zur elektronischen Ergebnis-Auswertung in Betrieb genommen. Die Vereinsmitglieder Manfred Meyer, Stefan Lerch und Hartmut Meyer haben die neue Technik im Kleinkaliber-Schießstand selbst installiert.
Bisher wurde die Scheiben nach dem Schuss mittels einer Seilzuganlage zum Schießstand zurückgeholt, um die Ergebnisse ermitteln zu können. Das war eine zeitraubende Angelegenheit. Die neue anlage der Firma Meyton erfasst nun alles elektronisch. Jede Schießbahn verfügt über einen Messrahmen, der mit der zentralen EDV verbunden ist. Die Schützen können ihre Ergebnisse auf separaten Monitoren sofort sehen. Diese Technik ist vom deutschen Schützenbund anerkannt und zugelassen, sie kann somit bei Wettkämpfen eingesetzt werden.
Die Messrahmen in 50 Meter Entfernung von den Schützen wirken aus der Entfernung wie eine herkömmliche Papierscheibe. Das Zielfeld wird jedoch durch ein Gitter aus Infrarot-Lichtschranken überspannt. Ein im Messrahmen eingebauter Mini-Computer errechnet damit das jeweilige Ergebnis des Schusses und übermittelt es per Kabel an die Wettkampfsteuerung.
Das individuelle Anzeigegerät zeigt dem Schützen seine Schießergebnisse, der zentrale PC erlaubt die Speicherung und Weiterverarbeitung aller relevanten Daten. Auswertungen sind so schnell und sicher möglich. Der Schreibaufwand wird entscheidend vermindert, Fehler bei der manuellen Eingabe in das DV-System sind weitgehend ausgeschlossen. Der BSV Hänigsen nutzt die Technik zurzeit nur auf dem Kleinkaliber-Schießstand, ein späterer Umbau des Luftgewehr-Schießstands ist bereits geplant.
Traditionsbewusste Schützen können aber aufatmen: Die Königswürde schießt der Bürgerschützenverein wie bisher aus. Die Ergebnisse werden durch eine manuell einziehbare Zielscheibe im Bunker notiert (geheim), und dann wie bisher anonymisiert per Hand in die EDV eingegeben (streng geheim). Ein Manipulieren der Anlage ist so nicht möglich.