Ministerpräsident Stephan Weil besuchte Realschule in Uetze

Der Ministerpräsident im Gespräch mit den Austausch-Schüler/innen. (Foto: Dana Noll)

Schüler präsentierten ihre Ergebnisse vom Austausch-Programm ERASMUS

UETZE (dno). Anlässlich des zehnten bundesweiten EU-Projekttages besuchte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil die Realschule in Uetze. Aufgeregt, stolz und schlagfertig präsentierten die Schüler/innen ihre Ergebnisse vom Austausch mit verschiedenen, europäischen Schulen im Rahmen des ERASMUS-Programmes.
„Lasst`uns Europa zeigen, was wir alles draufhaben“, so eine Liedzeile aus einem selbst komponierten Rap, den die Austausch-Schüler/innen gemeinsam und länderübergreifend verfasst hatten. Jeweils zehn Schüler/innen aus Frankreich, Rumänien, Griechenland, Spanien und Deutschland wurden für eine Woche in ein Partnerland geschickt und arbeiteten hier gemeinsam an einem Projektthema. Zahlreiche Schulen hatten sich europaweit um die Teilnahme am ERASMUS beworben - weniger als ein Fünftel hatten Erfolg. Als beste Schule Niedersachsens, mit 95 von 100 Punkten, kämpfte sich die Realschule Uetze in das Projekt. In einer speziellen Schüler-AG wurde sich intensiv auf die Austauschbesuche vorbereitet.
Unter dem Motto „Power up! Get active for your future“ fanden verschiedene Workshops statt, es gab gemeinsame Ausflüge, Sportaktivitäten und Betriebsbesichtigungen. So wurde in Spanien ein Automobilzulieferer sowie ein Möbelhersteller besucht, in Griechenland ging es in eine Holzfabrik, in Rumänien zu einer Textilfabrik und in Deutschland zu VW nach Wolfsburg und in die Firma AVISTA nach Dollbergen. Beim gemeinsamen Kochen und im Ernährungsworkshop ging es besonders um gesundes Essen und gehaltvolle Kost. Dabei zeigte sich Stephan Weil interessiert, ob es auch eine Speise gibt, die alle Jugendlichen in allen Ländern vereint. „Natürlich Pizza und Mc Donalds“, antworteten die Schülerinnen schlagfertig.
Mit einem Coach erarbeiteten die Schüler/innen ihre Stärken und Schwächen und fertigten darauf basierend eine umfangreiche Bewerbungsmappe an. Deutliche Unterschiede zwischen den Ländern wurden hierbei sichtbar. So berichtete eine Austausch-Schülerin der Realschule Uetze, „dass es in Spanien viel schwieriger sei. Nur mit Bestnoten hätte man hier überhaupt eine Chance auf eine berufliche Zukunft!“
Auf verschiedenen Schauwänden wurden die Erlebnisse in den Partnerländern mit Fotos und Berichten ausgestellt. „Das gab es zu meiner Zeit leider noch nicht, da wäre ich sonst gern dabei gewesen“, so Stephan Weil.