Kultusministerin am Gymnasium Uetze

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (Mitte) besuchte das Gymnasium Unter den Eichen in Uetze. (Foto: Dana Noll)

Schüler stellten Aktionen im Rahmen des EU-Projekttages vor

UETZE (dno). Interessiert und aufgeschlossen zeigten sich die Oberstufenschüler beim Besuch von Frauke Heiligenstadt. Die Kultusministerin besuchte im Rahmen des EU-Projekttages das Gymnasium Unter den Eichen in Uetze.
Bereits zum elften Mal diskutierten bundesweit Schüler mit Politikern über Europa. Der Projekttag wurde 2007 anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentenschaft ins Leben gerufen. Schwerpunkt ist, der Besuch von Politikerinnen und Politikern aus Landes-, Bundes- und EU-Ebene an den Schulen. Die Besucher stellen sich den Fragen der Jugendlichen mit dem Ziel, das Verständnis für das Funktionieren der Europäischen Union zu vertiefen und das Interesse am europäischen Projekt zu wecken.
In Form von Stellwänden teilten die Siebt- und Zehntklässler des Gymnasium Uetze ihre Erlebnisse und Erfahrungen, die sie während ihres Schüleraustauschs gesammelt hatten. So gab es Besuche im spanischen Lleida oder für die Lateinschüler/innen in Rom.
„Ich war auch eine Lateinerin, aber war noch nicht in Rom“, so Heiligenstadt, „Man merkt oft erst wenn man weg ist, dass es zu Hause auch ganz gut ist.“
Auch innerhalb des ERASMUS-Programmes pflegten die Uetzer Schüler/innen Kontakte zu Schulen in Polen oder in den Niederlanden. Schulleiterin Andrea Wundram betonte den Wunsch, „Europaschule zu werden“. Ein entsprechender Antrag würde gestellt werden.
Neben zahlreichen positiven Erfahrungen und interessanten Erlebnissen, gab es auch kritische Töne von Seiten der Schüler. So wurden die mangelnden Fremdsprachenkenntnisse kritisiert und das unterschiedliche Bildungs- und Leistungsniveau an den europäischen Schulen. Anregungen, europaweit ein einheitliches Schulsystem einzuführen, sah die Kultusministerin als eher schwierig.
„Wir haben selbst in Deutschland kein einheitliches System, die Anforderungen und Lehrpläne sind oft von Bundesland zu Bundesland verschieden. Europaweit gebe es weit mehr Hürden, das ist vorerst nur schwer umsetzbar. Es gibt aber Zusammenkünfte der Bildungsminister aller EU-Staaten, bei denen über mögliche Vereinfachungen wie beispielsweise bei Schüleraustauschen verhandelt wird“, so Heiligenstadt.
Auch Themen wie der Ausstieg der Briten aus der EU, grenzübergreifende Kriminalität, der mögliche Eintritt der Türkei in die EU oder die Vor- und Nachteile eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes, wurden von den Schülern besprochen. „Ihr habt euch sehr gut mit den Themen auseinandergesetzt. Danke für eure tolle Arbeit“, lobte die Kultusministerin.