Jubiläumsjahr endet mit Preisskat

Die Uetzer Skatspieler feierten ihr Jubiläum: stehend v.l. Sven Brandes, Adolf Depner, Michael Staude, Stefan Hoffmann, Oliver Wempe, Andreas Paga, Dieter Lehmberg; sitzend v.l. Josef Lindemann, Kurt Staude, Karl-Heinz Kathe und Dr. Michael Hustedt. (Foto: Skatclub Schwarzer Grand)
 
Die Siegerehrung des Preisskat: v.l. Josef Lindemann, Sven Brandes, Oliver Wempe und Adolf Depner. (Foto: Skatclub Schwarzer Grand)

Skatclub Schwarzer Grand feiert 40-jähriges Jubiläum

UETZE (r/jk). Der Uetzer Skatclub „Schwarzer Grand“ feierte in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Der Abschluss des Jubiläumsjahres war auch in diesem Jahr ein zeit-, wie nervenaufreibender Preisskat, den am Ende Sven Brandes für sich entscheiden konnte.
Als 1976 einige Besucher der Messe der St.-Matthias-Gemeinde beschlossen, nach dem Gottesdienst noch ein paar Runden Skat zu spielen, war wohl keinem der Gründerväter bewusst, was daraus entstehen sollte. Anfangs spielten ein gutes halbes Dutzend Skatfreunde in der Gaststätte „Zur Post“ in der Uetzer Kirchstraße Karten. Da der häusliche Frieden ob der spannenden und manchmal recht zeitintensiven Spiele öfter in Gefahr geriet, wechselte man Lokal und Wochentag für das gesellige Beisammensein.
Anfangs spielten die Skatfreunde in privaten Räumlichkeiten. Dann, als der Club wuchs, wechselte man auf Initiative des langjährigen guten Geistes der Skatfreunde, dem langjährigen, leider mittlerweile verstorbenen Uetzer Polizisten Heinz Erhardt, in den Gemeindesaal der katholischen St.-Matthias-Gemeinde in der Marienstraße. Viele Skatspieler versuchten hier über die vier Jahrzehnte ihr Glück und genossen, bzw. genießen die gesellige und nie bierernste monatliche Zusammenkunft.
Seit Ende der 1990er Jahren hat sich der Club den Namen „Schwarzer Grand“ gegeben. Der „Schwarze Grand“ ist quasi das Königsspiel bei Skat, bei dem der Spieler alle Punkte am Ende erhält. Die Besonderheit beim Uetzer Skatclub ist dabei, dass der Gewinner zwar die Punkte gutgeschrieben bekommt, aber dafür auch seinen Mitspielern ein Getränk ausgeben darf. Da die Skatfreunde dieses Clubs ihr Spiel beherrschen, freut sich stets die Kasse des Vereins.
Und auch heute spielen die derzeit zwölf aktiven Clubmitglieder jeden letzten Freitag im Monat ihr traditionsreiches Kartenspiel, viele von ihnen seit Jahrzehnten. Einer, der nahezu die gesamten vierzig Jahre aktiv begleitet hat, ist Josef Lindemann, zugleich der „elder statesman“ des Clubs. Ihm organisatorisch zur Seite stehen Stefan Hoffmann sowie Oliver Wempe.
Neben dem Skatspiel stehen auch andere Aktivitäten auf dem Programm des Clubs. So besichtigte man mehrere Brauereien in der Umgebung, fuhr zweimal zu mehrtägigen Touren ins Frankenland und beteiligte sich seit vielen Jahren am Ehrenscheibenschießen des Uetzer Schützenvereins. Außerdem trifft sich die Runde einmal jährlich mit Ehe-, bzw. Lebenspartnern zu einem geselligen Beisammensein, bei dem die Karten dann keine Rolle spielen.
Das Jubiläumsjahr wurde entsprechend ausgiebig gefeiert. Neben der Fahrt nach Oberfranken im Frühjahr waren das Oktoberfest – zu dem auch alle ehemaligen Clubmitglieder geladen waren – sowie der alljährliche Preisskat die Höhepunkte.
Beim Preisskat siegte dann eines der drei neuen Mitglieder des Clubs: Sven Brandes holte sich den ersten Preis vor Josef Lindemann und Adolf Depner. Traditionell erhalten alle Mitspieler einen nahezu identischen Preis. Oliver Wempe hatte neben den gewohnt großzügigen Fleischpaketen allerlei Kleinigkeiten in Zusammenarbeit mit dem Famila-Warenhaus in Uetze besorgt. Der Erstplatzierte erhielt zudem als Sonderpreis eine Kaffeemaschine, die Famila-Warenhausleiter Stefan Hechenblaikner ausgelobt hatte. Auch kam das leibliche Wohl beim diesjährigen Preisskat nicht zu kurz: Zwischen der ersten und zweiten Runde wurde gemeinsam zünftig zu Abend gegessen.
Wer Lust bekommen hat, unverbindlich mal bei den Skatabenden der Freunde des Schwarzen Grands vorbeizuschauen, ist hierzu herzlich eingeladen. Für nähere Informationen stehen Josef Lindemann (Telefon 05173/1459) und Oliver Wempe (Tel. 0170/5469757) gern zur Verfügung.