Freibad Uetze könnte zum Naturerlebnisbad werden

Michael Kropp (links) und Jens Erfens präsentieren den Umbauplan zum Naturerlebnisbad. (Foto: Freibad Uetze)
 
So könnte das Uetzer Freibad nach dem Umbau zum Naturerlebnisbad aussehen. (Foto: Freibad Uetze)

Vorstand stellt dem Aufsichtsrat neue Machbarkeitsstudie vor

UETZE (r/jk). Im November vergangenen Jahres haben sich die Uetzer Jens Erfens und Michael Kropp dem Vorstand der Uetzer Freibadgenossenschaft angeschlossen, um sich vorrangig der Aufgabe zu widmen, einen machbaren Umbauplan für das sanierungsbedürftige Bad aufzustellen.
2014 hatte der Genossenschaftsvorstand der Öffentlichkeit einen Planungsentwurf der Planungsgesellschaft Hildesheim mbH vorgestellt, der vorsah, aus dem Sportbecken ein Kombibecken zu machen und die Pumpentechnik zu erneuern.
In diesem Jahr hat der Vorstand ergänzend das Ingenieurbüro EKO-PLANT aus Neu-Eichenberg beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für ein Naturerlebnisbad aufzustellen. Diese liegt jetzt vor und wurde kürzlich den Aufsichtsratsmitgliedern vorgestellt. Dabei wurden zwei Varianten erarbeitet, die eine unter Berücksichtigung einer optimalen Nutzung und Ästhetik („Der große Weg“) und die andere unter Berücksichtigung des Kostendruckes („Der kleine Weg“).
Beide Varianten sehen vor, dass das Sport- und Nichtschwimmerbecken zu einem familienorientierten Kombibecken mit barrierefreiem Beckenzugang und je drei Bahnen zu 50 bzw. 33 Metern zusammengefasst wird. Das Wasser des Beckens würde über einen Geo-matrix-Bodenfilter gefiltert werden. Der Sprungbereich bliebe erhalten. Eine veränderte Bepflanzung mit Gräsern, Strauchweiden, Schilf und Stauden würde das Ambiente auflockern. Zusätzlich ist eine Steganlage geplant.
„Der große Weg“ würde vorsehen, aus dem jetzigen Nichtschwimmerbereich ein attraktives Planschbecken mit Dünenlandschaft zu gestalten. Das alte Planschbecken würde abgerissen und die Fläche angesät werden. Andere Spielgeräte und Sportflächen auf der Liegewiese würden im Bestand erhalten bleiben und wären von der Sanierung nicht betroffen. Neue Materialien wie Holz und Sand würden Einzug in die Uetzer Batze nehmen. Für den großen Weg plant das Ingenieurbüro 1,5 Mio. und für den kleinen Weg 1,28 Mio. Euro (netto) Baukosten ein. Eigenleistungen sind hier noch nicht berücksichtigt.
Die Sanierung zu einem Naturerlebnisbad hätte die Vorteile, dass weniger Energie verbraucht werden würde, auf chemische Zusätze wie Chlor verzichtet werden könnte und die Struktur besser gegliedert wäre. Das Wasser wäre weiterhin beheizbar und die Sicht bis zum Grund wäre auch gegeben.
„Ich favorisiere die Version des großen Weges“, sagt Vorstandsmitglied Jens Erfens. „Wir wären weiterhin ein Schwimmbad mit Sichtbecken und zusätzlichen Attraktionen, das sich von den Bädern in der näheren Umgebung wesentlich absetzen würde.“ Michael Kropp schließt sich der großen Lösung an. „Es muss niemand Angst haben, dass die Batze zu einem Tümpel wird. Das Wasser, was aus dem Wasserhahn kommt, darf trüber sein, als das Wasser, welches wir dann im Naturerlebnisbad hätten.“
Der Genossenschaftsvorstand, der Aufsichtsrat und Vertreter des Fördervereins planen eine Besichtigung der Naturbäder in Brackwede und Versmold, um sich ein Bild von bereits umgebauten Bädern zu machen.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist in Planung, bei der der Genossenschaftsvorstand den Mitgliedern und allen interessierten Freibad-Freunden die neuen Umbaupläne und die weiteren Schritte auf dem Weg zu einem renovierten Bad vorstellen wird. Zusätzlich ist eine Busreise in umgebaute Bäder geplant, an der alle Interessierten teilnehmen können.