Flüchtlingssituation in der Gemeinde Uetze ist „entspannt“

Die Ortsbürgermeister sowie Vertreter der Gemeinde kamen zum jährlichen Treffen im Lindencasino in Hänigsen zusammen. (Foto: Dana Noll)

Berichte der Ortsbürgermeister/innen waren überwiegend positiv

HÄNIGSEN/UETZE (dno). Beim jährlichen Treffen der Ortsbürgermeister/innen, diesmal im Lindencasino in Hänigsen, konnte vorwiegend Positives aus den jeweiligen Ortschaften berichtet werden. Zentrales Thema war die aktuelle Flüchtlingssituation in der Gemeinde Uetze.
„Entspannt und konstruktiv“, so wird die derzeitige Flüchtlingssituation in der Gemeinde Uetze gehandelt. „Die Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig eine gut funktionierende kommunale Verwaltung ist“, so Bürgermeister Uetze Werner Backeberg.
Im Jahr 2015 wurden der Gemeinde Uetze insgesamt 165 Asylbewerber/innen aus Syrien, Afghanistan, Montenegro, Albanien, Kosovo, der Russischen Förderation, Iran und Irak zugewiesen. Damit sind aktuell 241 Personen im Gemeindegebiet untergebracht, darunter 127 Kinder! Auch die Prognose für 2016 sieht 144 bis maximal 200 Flüchtlinge für die Region vor. Die Erstaufnahmestelle „Stötznerschule“ kann mit 200 Personen belegt werden. „Wir können keine Garantien geben, aber nach jetzigem Stand haben wir die Sache im Griff“, so Backeberg. Durch privaten Wohnraum und große ehrenamtliche Initiativen können auch weiterhin die Turnhallen frei gehalten und für den üblichen Sportbetrieb genutzt werden. Bereits 25 Flüchtlinge leben in selbst angemieteten Wohnungen. Durch die große Anzahl an Kindern und Jugendlichen steht den Kindertagesstätten und Schulen „ein großer Kraftakt bevor, der aber gemeinsam gestemmt werden kann.“
Insgesamt 360 ehrenamtliche Helfer/innen in der Gemeinde Uetze bieten fast eine 1:1 Betreuung, allein in Dollbergen haben sich etwa 54 ehrenamtliche Helfer/innen gemeldet, um Flüchtlinge bei der Integration und den täglichen Abläufen zu unterstützen. Im Juni 2015 gründete sich in Uetze der gemeinnützige Verein Landungsbrücke e.V., dessen Kernidee es ist, Flüchtlinge im Alter von 18 bis etwa 27 Jahren auf dem Weg in Ausbildung und Beruf zu unterstützen.
Weiteres Thema war die Verkehrssituation in Altmerdingsen, da sich hier nur die wenigstens Autofahrer an die vorgegebene Ortsgeschwindigkeit halten. Verkehrsinseln oder ein zweites Hinweisschild könnten die Situation innerorts verbessern.
„Auch in Schwüblingsen sind Geschwindigkeitsmessungen immer ein Thema“, so Ortsbürgermeister Eike Dralle. Im Ort schmückt ein frisch gepflanzter, wenn auch noch ein etwas „zarter“ Tannenbaum den Kirchvorplatz. Auch die bislang unschöne Wertstoffinsel wurde sauber umzäunt. Fehlt nur noch ein fester Stromkasten, damit in Zukunft Schützenfeste und Open-Air`s auf Baustrom verzichten können.
In Hänigsen wurde die Turnhalle zum Herbst 2015 nach einem Wasserschaden wieder in Betrieb genommen und der Jugendtreff bekam neues Personal. Die Bautätigkeiten im Freibad sind im Gange, so dass zum 60-jährigen Jubiläum hoffentlich eröffnet werden kann. Neue Straßen in Hänigsen spiegeln die Veränderungswünsche der Einwohner wieder. Leider nutzen die Autofahrer noch immer die Grünflächen, wie zum Beispiel an der Obershagener Straße, als Parkflächen.
In der Gemeinde Uetze ist zunehmend illegale Abfallbeseitigung in den öffentlichen Papierkörben zu beobachten. So wurden 2015 über 35 Tonnen Papier und Müll daraus entsorgt, das ist eine Steigerung um über 10 Tonnen. Die Entleerung der etwa 200 Papierkörbe in der Gemeinde kosten somit etwa 50.000 Euro.