Eltze feiert das 200. Fahnenjubiläum und einiges mehr

Könige vor dem Königswagen: v.l. Bürgerkönig Peter Schlemm, Kinderkönig Tom Götze, Damenkönigin Christel Wiedenroth, Löwenkönigin Nina Schwarz, Junggesellenkönig Rouven Schwarz und Jugendkönigin Bea Elgert. (Foto: st)
 
In Reih und Glied präsentieren sich die Eltzer Schützinnen auf dem Weg zur Kranzniederlegung am Ehrenmal. (Foto: st)

KKS Horrido sorgte wieder für ein tolles Volksfestwochenende in Eltze

ELTZE (st). Das 200-jährige Fahnenjubiläum stand beim Eltzer Schützen- und Volksfest als Motto ganz oben im Veranstaltungsprogramm und zog sich durch die wunderschöne Jubiläumsfeier. Aber wieder einmal sorgten in dem beschaulichen Ort im Umland von Uetze auch die Bürger des Dorfes und Gäste für eine tolle Atmosphäre und für drei gelungene Tage mit Tanz, Musik, Traditionen und ausgelassener Stimmung im Festzelt.
Ganz besonders gut lief das traditionelle Schützen- und Volksfest natürlich für die Majestäten des Jahres 2014, die ihre Titel gebührend feierten. Schon Ende Juli wurden die Majestäten ausgeschossen und auch die Eltzer Einwohner waren herzlich willkommen, auf die Scheiben zu schießen. Bis zum letzten Schießtag am 1. August konnte der Schützenverein KKS Horrido deshalb auch eine gute Beteiligung feststellen, bis die Könige dann beim Familientag am Sonntag vor dem Schützenfest durch Stechen endgültig ermittelt wurden.
Auf ihre Proklamation mussten sie dann aber noch einige Tage warten, denn erst wurde am vergangenen Freitag der Kommers zum Fahnenjubiläum abgehalten, die alten Könige verabschiedet und anschließend die neuen Majestäten proklamiert. Eine gelungene Mischung vor 250 Gästen aus Jubiläumsfeier mit einer Festrede von Hartmut Ébeling, Tanz im Festzelt und der Freude der Könige über die neue Würde.
Schon am Sonnabend standen die verschiedenen Gewinner auf die Scheiben dann beim Umzug durch das Dorf im Mittelpunkt, zeigten sich mit ihren Orden, Ehrenzeichen, Gefolge und Begleitern in Marschstimmung und sorgten für würdige Minuten bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal.
Die diesjährigen Könige sind Bürgerkönig Peter Schlemm, Kinderkönig Tom Götze, Damenkönigin Christel Wiedenroth, Löwenkönigin Nina Schwarz, die auch 2008 zum Start der Löwinnen erste Königin war, Junggesellenkönig Rouven Schwarz und Jugendkönigin Bea Elgert, die alle mit der höchstmöglichen Ringzahl von 30 Ringen auf die Scheiben erfolgreich waren.
Im Festzelt waren am Sonnabend nicht nur die Majestäten gefragt, denn schon zum frühen Abend stieg die Stimmung beträchtlich. Die Junggesellschaft, bestehend aus Löwinnen und Junggesellen, führte einen Sketch nach dem Radioklassiker „Frühstück bei Stefanie“ auf. Dabei wurde aus Spaß nicht nur Kioskbesitzerin Christel Sackmann aufs Korn genommen, sondern auch viele andere aus Eltze, die das alles aber mit Humor nahmen. Anschließend wurde bis tief in die Nacht getanzt und der Alltag hinter sich gelassen. Trotz der Urlaubszeit vergnügten sich alle Eltzer und waren ausgelassen.
Der Sonntag wurde dann zu einem ganz besonderen Tag, denn die Schützen und die Bürger aus Eltze zogen in einem bunten Festumzug und mit musikalischer Begleitung durch das Dorf und hatten sich, nach verschiedenen Mottos und Themen verkleidet, um den Königen ihre Scheiben nach Hause zu bringen. Das wurde auch in diesem Jahr wieder mit viel Einfallsreichtum umgesetzt. Die Damenabteilung zeigte sich unter dem Motto „Obst“, die Löwinnen und Junggesellen hatten anlässlich des Jubiläums in historische Kostüme gesteckt und die anderen Schützen sahen teilweise urkomisch aus. Zudem hatten die Majestäten, bei denen die Scheiben dann auch angebracht wurden, für Getränke und Leckereien gesorgt und freuten sich, die bunte Gesellschaft bewirten zu können.
Während des Festes wurde auch ein Bildband über die Geschichte seit 1814 herausgebracht, das zum Selbstkostenpreis für 12 Euro erhältlich ist. Ein Werk unter tatkräftiger Mithilfe von vielen Eltzer Bürgern, das die im Heimatmuseum stehende Fahne, die vor 200 Jahren geweiht und Männern gestiftet wurde, die aus dem Feldzug gegen Napoleon heimkehrten.
Insgesamt war es wieder ein gelungenes Fest in Eltze, bei dem das Dorf enger zusammenrückte und die Gemeinschaft im Dorf nur profitieren konnte.