Drei Tage beste Stimmung beim Schützenfest Obershagen

Kurz vor dem Umzug begrüßen die Teilnehmer die Majestäten und vornweg marschiert der Schützenkönig Hans-Heinrich Nolle mit seiner Frau Anne. (Foto: st)
 
Kinderkönigin des Jahres 2016 ist Emily Judel, die sich besonders über die schöne Königsscheibe freut. (Foto: st)
OBERSHAGEN (st). Den Beweis, dass die Schützen in Obershagen kräftig feiern konnten, das zeigte sich wieder einmal am vergangenen Wochenende im und um das Festzelt herum auf dem Festplatz in Obershagen.
Der Schützenverein von 1938 e.V. Obershagen hatte zum alljährlichen Schützenfest eingeladen und nicht nur die Schützen folgten der Einladung vom 1. Vorsitzenden Dietmar Langemeyer, auch die Bürger aus dem Ort und Gäste aus den benachbarten Vereinen verbrachten schöne Stunden in Obershagen.
Am vergangenen Freitag sorgte der Kommers am Abend bereits für eine bunte Mischung aus Ansprachen, Ehrungen, Pokalverleihungen, dem Königstanz bis in die frühen Morgenstunden um 4.00 Uhr und natürlich der Proklamation der Sommerkönige. Das Festzelt war komplett gefüllt mit knapp 300 Gästen und die Spannung groß, als Langemeyer nach der Bekanntgabe des Dorfpokals und der Herausgabe einiger Plaketten und Pokale zum wichtigsten Tagesordnungspunkt, den neuen Majestäten kam. Zuvor hatte er Günter Leinemann für 50-jährige und Horst Küppelmann für 60-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
Für das Volk, bzw. die Bürger von Obershagen war der Volkskönig die wichtigste Auszeichnung. Die Königskette sicherte sich Erika Tickwe, die von Ortsbürgermeister Andreas Staas überreicht wurde. Sie meinte etwas übermütig gewesen zu sein und mit geliehener Brille klappte es dann doch.
Die Schützen aber warteten auf ihren neuen Schützenkönig, die Damenkönigin, den Kinderkönig und den Jugendkönig. Die erfolgreichen Majestäten, die sich jetzt in den nächsten 12 Monaten als Könige feiern lassen können sind Hans-Heinrich Nolle (Schützenkönig), Emily Luder (Kinderkönigin), Dorit Hoffmann (Damenkönigin) und Hanna Schulz (Jugendkönigin).
Karl-Heinz Meyer wurde Seniorenkönig und Erna Gremmel und Werner Janke Ehrenkönige. Nolle und Hoffmann sind Wiederholungstäter, denn sie waren in Obershagen bereits einmal Majestäten. Leider war die Teilnehmerzahl am Königsschießen nicht sehr hoch. „Der Wunsch nach mehr Schützen, die auf die Königsscheibe anlegen, ist da“, meinte Langemeyer am Samstag.
Durch den freien Eintritt am Abend gingen der offizielle und festliche Teil und die Proklamation der Könige nahtlos in eine zünftige Party über. Viele Jugendliche und junge Erwachsene nutzten die Musik zu einer ungezwungenen Feier und Festwirt Benjamin Koch hatte alles getan, damit die Stimmung gut war. Der Festplatz mit den Fahrgeschäften war neu gestellt und wirkte deshalb einladender.
Für die Schützen in Obershagen ging es aber bereits am nächsten Tag weiter, denn die Königsscheiben sollten ihren Platz an den Häusern der Majestäten erhalten. Mit Musik der Spielmannszüge Riedel Hänigsen und Wietze und voller Tatendrang marschierten die Schützen durch das Dorf zu den Titelträgern, die Scheibenkieker taten ihr Werk und die Stimmung unter den Beteiligten war großartig, denn auch das Wetter spielte mit.
Bis zum frühen Abend waren die Königsscheiben angebracht und nach einer kurzen Erholungspause ging es im Festzelt mit einer weiteren Party weiter, denn Schützen haben Durchhaltevermögen und das bewiesen viele Obershagener eindrucksvoll.
Der vergangene Sonntag begann dann traditionell mit dem Zeltgottesdienst und dem anschließendem Königsessen.
Anschließend startete der große Festumzug, der musikalisch von den Musikgruppen aus Wietze und Hänigsen begleitet wurden. Nicht nur beim Umzug sicherten sich die Spielmannszüge einige Male Applaus, auch bei den kleinen Konzerten im Festzelt, während der Kaffeetafel am Nachmittag, waren die Klänge gern gehört.
Ab 17.00 Uhr klang das Obershagener Schützenfest 2016 mit dem letzten Königstanz und in gemütlicher Runde langsam aus, obwohl die Tradition des Eierbratens auch in diesem Jahr wieder als letzter Programmpunkt abgearbeitet wurde. Dennoch haben die Schützen ein wenig Kraft noch für das nächste Jahr aufgehoben, denn auch da soll es wieder heißen „Gut Schuss“.