Die Schwüblingser Schützen hatten drei Tage lang richtig viel Spaß

Auf dem Gruppenfoto sind alle Majestäten aus Schwüblingsen mit Begleitung vertreten: Franziska Deike, Adjutant Timo Kröpcke, Victoria und Christian Fricke, Fahnenträger Hartmut Hasberg, Lena Scherreiks, Martin Schumann, Scheibenkieker Sven Meyer (im Vordergrund), Ulrike Klaps, Dirk Bublitz und der 2. Vorsitzende Karl-Heinz Künnemann. (Foto: Holger Staab)
 
Nach dem schlechten Wetter der vergangenen Woche wappneten sich die Umzugsteilnehmer am Sonntag mit regensicheren Utensilien, die zum Glück aber nur als Sonnenschutz benötigt wurden. (Foto: Holger Staab)

In Schwüblingsen wird Schützenfest nicht gefeiert, sondern gelebt

SCHWÜBLINGSEN (hs). Der Schützenverein Schwüblingsen feierte wieder ein attraktives und von allen Bürgern des Dorfes gelebtes Schützenfest. Auch das kühle, aber zum Glück trockene Wetter konnte den Dorfbewohnern den Spaß nicht verderben, denn wenn Schützenfest ist, dann wird auch gefeiert, das lässt sich kaum jemand im Dorf nehmen.
Die Vorbereitungen nehmen jedes Jahr viel Zeit in Anspruch und die Schützen haben alle „Hände voll zu tun“, damit das Fest stattfinden kann. „Es gibt ganz viele Schwüblingser, die sich einbringen“, meint Kathrin Nischik vom Schützenverein, „sei es beim traditionellen Einholen der Birken als Festschmuck im Zelt oder beim Kuchenbacken für die Kaffeetafel am Sonntag.“
Es hat sich auch in diesem Jahr wieder gelohnt, es war eine rundherum gelungene Veranstaltung und die Bürger des Dorfes sind wieder einmal zusammengerückt. Den Auftakt machte am Freitag der Kommers im Festzelt auf dem Festplatz „Kälberberg“. Hierzu wurden schon viele ortsansässige Vereine begrüßt und anschließend die Kranzniederlegung am Ehrenmal durchgeführt. Die Nachbarvereine aus Altmerdingsen, Katensen, Hänigsen, Uetze, Immensen, Arpke und erstmalig auch aus Eltze unterstützten mit ihrem Besuch und sorgten für ein volles Zelt und ein gemütliches Beisammensein.
Am Sonnabend waren alle wieder pünktlich zum Zeltgottesdienst zur Stelle. Der erste Schützenausmarsch mit dem Abholen des Ortsrates und der Könige sowie der nicht immer ganz ernst gemeinten Festrede an der Christuskirche folgte. Adjutant Timo Kröpcke ruft dabei das dörfliche Geschehen im vergangenen Jahr in lustiger, aber auch kritischer Weise, in Erinnerung. Für die Kinder gab es dann schon am frühen Abend den Höhepunkt des Festes. Der Zwergen- und Kinderkönig wurde proklamiert. In diesem Jahr konnte sich Christian Fricke mit einem Gesamtteiler von 60,2 über seinen Titel als Kinderkönig freuen. Johannes Hennies (165,1) und Anna-Sophie Wolf (182,1) sicherten sich die beiden folgenden Plätze. Die Zwergenkönigin heißt Franziska Deike.
Vor dem großen Ball stieg die Spannung dann noch einmal, denn im Vorfeld des Festes sind die Auswerter des Königsschießens zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet und kein Schütze kannte die Namen der Majestäten. Als neuer Jungschützenkönig wurde dann Martin Schumann (115,4 Teiler) proklamiert und auch der Bürgerkönig Dirk Bublitz (30,0 Teiler) bekam seine Auszeichnungen unter dem Jubel der anwesenden Gäste und einheimischen Schützen überreicht. Nicht verwunderlich, dass der anschließende Festball zu einer großen Sause wurde, die Schwüblingser bis tief in die Nacht feierten und ihre Könige hochleben ließen, auch wenn an diesem Abend nur ein schwacher Besuch im Festzelt zu verzeichnen war.
Am Sonntag ging es aber schon wieder weiter, denn mit dem Königsessen startete ein neuer Festtag, an dem die Scheiben der Könige zu ihren neuen Besitzern gebracht wurden und gleich ihren Platz am Haus erhielten. Das ist immer eine besondere Tradition, denn die Schützen und Schwüblingser Bürger sind unter sich und neben dem Marschieren stehen lockere Stunden auf dem Programm.
Die Kaffeetafel und der gut besuchte Kindertanz, der auch in diesem Jahr wieder von den „crazy Stepps“ (Frauen des Sportvereins, die sich regelmäßig zum Stepaerobic treffen) organisiert wurde, leiteten zum gemütlichen Sonntagnachmittag über. In dem 600 Einwohner-Dorf stehen einfach Alt und Jung zusammen und können miteinander feiern. Das findet auch Kathrin Nischik, die alle kleinen „Heinzelmännchen“, die zum Gelingen des Festes beitrugen, lobte: „Alle fühlen sich als Teil einer großen Familie und opfern dafür gern ihre Freizeit.“
Dann wurde auch schon das Ende der drei tollen Tage von Schwüblingsen eingeläutet. In kleinen Runden sprachen die Verantwortlichen aber schon über das nächste Sommerschützenfest. Planungen und Ideen wurden eingebracht und auch 2013 soll wieder ein attraktives Fest auf die Beine gestellt werden.