Der gerettete Weihnachtsmarkt

  Uetze: Hindenburgplatz |

Uetzer freuen sich, nicht auf Glühwein und Schmalzkuchen verzichten zu müssen / Samstag und Sonntag genießen jeweils mehr als 500 Besucher die festliche Stimmung auf dem Hindenburgplatz

UETZE (fh). Mit Glühwein im Pappbecher stoßen Karl-Heinz und Hannelore Deister zusammen mit Wolfgang und Renate Grundstedt auf den Uetzer Weihnachtsmarkt an. Die befreundeten Paare sind froh, dass die zweitägige Veranstaltung doch wieder stattgefunden hat. „Es hatte ja schon so ausgesehen, als ob wir in diesem Jahr darauf verzichten müssten“, sagt Hannelore Deister. Denn der Uetzer Ring hatte im August entschieden, 2017 keinen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Daraufhin war dann aber Benny Koch vom Festzeltbetrieb Koch eingesprungen. Der Uetzer Ring und die Gemeinde haben ihm dabei im Hintergrund zur Seite gestanden. „Wenn ich Fragen hatte, konnte ich jederzeit zu ihnen kommen“, bedankt sich Koch.
Die Veranstaltung fiel kleiner aus als in den vergangenen Jahren, Koch verlegte sie vom Schützenplatz auf den kleineren, dafür aber zentralen Hindenburgplatz. Die Ortschaft Uetze habe einfach einen Weihnachtsmarkt und die dazugehörige Feststimmung verdient, hatte Koch seine Entscheidung begründet: „Und zwar mitten im Ortskern, damit ihn auch die älteren Einwohner bequem zu Fuß erreichen können.“
Das kam bei den Uetzern gut an. An den beiden Tagen sind jeweils etwa 500 bis 600 Besucher zum Weihnachtsmarkt gekommen, viele auch zwei Mal. „Wir sind super zufrieden, dass das so angenommen wurde und werden das nächstes Jahr wieder machen“, resümierte Koch. Das freut auch den Vorsitzenden des Uetzer Rings Ernst Schmidt: „Wir sind heilfroh, dass sich jemand gefunden hat, der wieder einen Weihnachtsmarkt in Uetze organisiert hat. Ich war selbstverständlich an beiden Tagen da.“
Auch wenn es nicht ganz so viele Buden waren, wie in den zurückliegenden Jahren, wurde alles geboten, was zu einem Weihnachtsmarkt dazugehört: Es gab Schmalzkuchen, roten und weißen Glühwein und Flammkuchen. Am Samstagabend spielte der Uetzer Posaunenchor weihnachtliche Lieder. Und auch die Kinder kamen auf ihre Kosten: An beiden Tagen verteilte der Weihnachtsmann Süßigkeiten und die Jugendfeuerwehr Uetze backte am Samstag Stockbrot über dem Lagerfeuer. Außerdem gab es ein kleines Kinderkarussell. „Das macht ganz viel Spaß. Ich habe schon zwei Runden gedreht. Das Pferd gefällt mir am besten“, sagte die fünfjährige Dasche fröhlich, bevor ihre dritte Runde startete.
Und auch eine große Auswahl an individuellen Geschenkideen bekamen die Uetzer geboten. Am Stand von Holzwurm Mundi aus Langenhagen gab es beispielsweise große Kerzen aus Holz, liebevoll gefertigte Stofftaschen und individuellen Schmuck. „Alles ist selbstgemacht. Das ist reines Hobby“, betonte Evelin Mund. Sie habe mit dem Fertigen von Schmuck angefangen und sich dann auf die Taschen spezialisiert. Ihr Mann macht die Holzarbeiten. Sie verkaufen nur auf Märkten in der Region. Karin Willenberger hat selbstgestrickte Stofftiere angeboten. „Ich arbeite das ganze Jahr daran, zu Weihnachten verkaufe ich sie dann“, sagt sie. Sie ist in der Adventszeit nur auf zwei Märkten, in Uetze und in Hohenhameln. Außerdem gab es einen Stand mit Honig und Bienenwachs, hausgemachte Marmelade und vieles mehr.