Das Gymnasium Unter den Eichen zeigt Rückgrat

Das Gymnasium Unter den Eichen Uetze beteiligt sich an der Aktion „Gegen Intoleranz - Niedersachsen zeigt Rückgrat“ mit einer Fotocollage. (Foto: Hartwig Braun)

Teilnahme an Aktion „Gegen Intoleranz – Niedersachsen zeigt Rückgrat“

UETZE (jk). Der Prüfungskurs Religion des Gymnasiums Uetze unter der Leitung von Marion Arth hat sich mit den Anschlägen in Paris und den „Pegida“-Demonstrationen unter dem Gesichtspunkt, wie die evangelische Kirche ihren Auftrag zur gesellschaftlichen Mitverantwortung und Weltgestaltung wahrnimmt, beschäftigt. Dabei wurde u.a. die Teilnahme des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister an der ffn-Aktion „Gegen Intoleranz – Niedersachsen zeigt Rückgrat“ behandelt.
Daraufhin wollten die Schüler mit ihren Oberstufenmitschülern auch an dieser Aktion teilnehmen. Mit der Hilfe von Hartwig Braun, dem Vater einer Abiturientin, der alle Oberstufenschüler, die mitmachen wollten, einzeln fotografierte und die Einzelfotos anschließend digital zu einem Plakat zusammenstellte, konnte diese Idee in die Tat umgesetzt werden. Das Plakat und Texte einiger Religionsschüler werden auch auf der Schulhomepage und auf der Homepage von ffn erscheinen.
„In einer so kritischen Zeit, wie wir sie momentan aufgrund der Terroranschläge des „Islamistischen Staates“ und der fremdenfeindlichen Gruppe „Pegida“ haben, ist es wichtig, dass Menschen zusammenhalten, und gemeinsam gegen solche Gruppierungen vorgehen“, erläutert Schüler Wilko Margraf. „Der Radiosender FFN hat auch uns, dem Gymnasium Unter den Eichen in Uetze, die Chance gegeben, dass wir uns an der Bekämpfung von Extremisten beteiligen. Gemeinsam äußern wir uns somit kritisch gegenüber extremistischen Ansichten, wie zum Beispiel denen der „Pegida“, aber auch gegenüber anderen fremdenfeindlichen Gruppierungen. Wir zeigen Rückgrat!“ Bemerkenswert war, dass sogar Schulleiter Ulrich Germar darauf bestand, von hinten fotografiert zu werden und somit sein eigenes Rückgrat kritisch gegenüber Extremisten zu stellen.
Auch Schülerin Louisa Heins ruft zu mehr Toleranz im Miteinander auf: „Stellen Sie sich einmal vor, dass alle Menschen gleich wären. Wir leben jeden Tag mit verschiedenen Menschen zusammen. Egal welcher Hautfarbe, Religion oder Kultur – jeder Mensch besitzt seine eigenen Interessen und ist somit ein Individuum! Dieses sind keine Gründe, Menschen auszuschließen oder zu verurteilen, im Gegenteil, wir sollten die Menschen so akzeptieren wie sie sind. Denn das macht Toleranz aus. Gemäß der Jahreslosung aus dem Römerbrief 15, 7: Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“