Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten in St. Matthias

Pfarrer Martin Karras und Diakon Hartmut Berkowsky am Altar bei Festgottesdienst. (Foto: Wolfgang Obst)

Festgottesdienst zu 60 Jahren katholische Kirche in Uetze

UETZE (r/jk). Strahlender Sonnenschein lag am 30. September 1956 über dem neuen Kirchengelände an der Uetzer Marienstraße. Und auch am letzten Sonntag strahlte die Sonne vom kalten Winterhimmel, als die Uetzer Katholiken das Patrozinium ihrer Kirche feierten.
Es war zugleich der Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten in diesem Jahr, die unter dem Leitwort „Te Deum laudamus – 60 Jahre St. Matthias“ stehen. Das Motto „Te Deum Laudamus“ wurde gewählt, um bewusst zu machen, dass bei aller Freude über 60 Jahre eines Kirchengebäudes nicht in Vergessenheit gerät, warum die Kirche damals gebaut wurde und bis heute besteht. Niemals sollte vergessen werden, dass sie allein zum Lobe Gottes dient und nicht einem irgendwie gearteten Selbstzweck.
Die Kirche ist ein Gotteshaus – ohne ihn ist das Gebäude sinnentleert. Er ist der eigentliche Grund zum Feiern. Das war auch der Kern der Predigt von Pfarrer Martin Karras in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche. So ließ Karras die Anfänge von St. Matthias noch einmal Revue passieren. Es war die große damalige Eigeninitiative, die dazu beitrug, dass diese Kirche gebaut werden konnte. Gebaut, mit den Händen der Gemeinde. Wir brauchen diese Kirche, so die damalige Stimmungslage, obwohl die Gelder rar waren und auch das Bistum nicht mit Reichtum besät war. Karras ging auch auf die schmerzlichen Kirchenschließungen ein, insbesondere auf die Hänigser St. Barbara-Kirche. Dieses habe viel Leid und Schmerz verursacht. In Hänigsen sei durch die Schließung der Kirche an der Obershagener Straße jedoch der ökumenische Gedanke mit Leben geweckt worden.
Karras dankte daher den Verantwortlichgen von St. Petri dafür, dass die Hänigser Katholiken ihre Gottesdienste seit einigen Jahren in ihrer Kirche abhalten dürfen. Dieses habe auch dazu geführt, dass die Gemeinschaft der Christen gestärkt wurde und man nun mehr als zuvor voneinander weiß. Kirchenschließungen, so Karras weiter, wird es in naher Zukunft so nicht mehr geben. „Danken wir Gott für diese Kirche, in der wir heute die Heilige Messe feiern dürfen“, so Karras zum Abschluss seiner Predigt. Die Erinnerungen an 1956 kamen anschließend auch im Pfarrheim zum Tragen. Spannend berichteten Joachim und Michael Schneider über die damalige Zeit und gaben so manche Anekdote zum Besten.