„An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit“

Die russischen Gastschüler/innen hatten eine schöne Zeit in Uetze. (Foto: Dana Noll)

Gastschüler aus Sibirien verabschieden sich vom Gymnasium Uetze

UETZE (dno). Mit einem gemeinsamen Lied von den „Toten Hosen“ und einem gemütlichen Grillfest endete der Aufenthalt für 12 Schüler und Schülerinnen aus Novokuznek in Uetze. Im Rahmen der Offenen Ganztagsschule des Gymnasiums und der in diesem Rahmen stattfindenden Russisch-AG kam der Schüleraustausch zustande.
Die russische Schule MBOU SOSCH Nr. 4 „Sono“ aus Novokuznezk im Südwesten Sibiriens suchte seit zwei Jahren vergeblich nach einer deutschen Austauschschule und war begeistert über die Zusage vom Gymnasium unter den Eichen in Uetze. Die Begeisterung ließ auch nicht nach, denn in der einen Woche gab es zahlreiche Ausflüge, Erlebnisse und Eindrücke für die 14 bis 17-jährigen russischen Schüler/innen.
Lehrkraft Anastasia Schmidt, selbst in Russland geboren und mit ihrer Familie 1998 nach Deutschland übergesiedelt, leitet die Russisch-AG und unterstützte das Projekt. Beim Abschlussfest zeigten die Gymnasiasten in einem Video einen Zusammenschnitt aller Fotos und damit Erlebnisse der vergangenen gemeinsamen Woche. „Mir hat Hannover gut gefallen, besonders das Landesmuseum, da es hier viel Kunst zu sehen gab“, so Darja. Rathaus, Schützenfest und die Herrenhäuser Gärten wurden ebenso erkundet. In Celle gab es eine Stadtführung, die von den deutschen Schülern/innen vorbereitet und begleitet wurde. In Wolfsburg beeindruckte die Autostadt und in Hamburg wurden Hafencity und die Elbphilharmonie besucht.
„Hier ist alles so grün, ordentlich und sauber auf den Straßen, das gefällt mir“, so Nikita. Die Gastschüler/innen waren bei den Familien der Gymnasiasten untergebracht. Hier erlebten sie den Alltag, konnten ihre Deutschkenntnisse verbessern und verbrachten viel Zeit miteinander. Natürlich nahmen sie auch am Schulunterricht teil. „Das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler ist anders als bei uns, nicht so streng“, so Darja.
Die russischen Deutschlehrerinnen Galina Achtjamowa und Julia Fedorova begleiteten die Schüler/innen nach Uetze und freuten sich schon auf das gemeinsame Wiedersehen im April in Novokuznek: „Wir haben viel erlebt und entdeckt. Danke für das interessante Programm, die gute Organisation und die Gastfreundschaft. Wir werden uns Mühe geben, euch dies in unserem Land auch zu bieten.“