Polizei schickt NL-Hooligans vor 96-Spiel in Ilten heim

Mit der Kontrolle der zum Spiel in Ilten anreisenden holländischen Fans nahm es die Polizei sehr genau. (Foto: Walter Klinger)

Polizei kontrolliert sie bereits in Hannover

ILTEN/HANNOVER (r/kl). Drei Fanbusse mit Fans aus dem 250 Kilometer entfernten holländischen Enschede waren für das Testspiel ihres FC Twente am Samstag angesagt, aber nur etwa 20 Fans kamen zum "Fanblock" in der Wahre Dorff Arena in Ilten durch. Was war geschehen?
"Im Vorfeld haben Polizeikräfte durch frühzeitiges und konsequentes Einschreiten mögliche Ausschreitungen von Angehörigen der niederländischen Risikoszene verhindert", erklärte dies ein Sprecher der Polizeidirektion.
Am Samstag gegen 15.30 Uhr, war Polizeikräften eine etwa 80-köpfige Personengruppe in einer Gaststätte am hannoverschen Steintor aufgefallen. Ermittlungen, an denen auch szenekundige Beamte aus den Niederlanden beteiligt waren, ergaben, dass es sich bei diesen Personen zweifelsfrei um Hooligans aus Holland handelte.
Daher entschloss sich die Einsatzleitung, gegen die gesamte Gruppe ein Aufenthaltsverbot für die Region Hannover auszusprechen. Nachdem die Risikoanhänger das Lokal verlassen hatten und in einen Reisebus gestiegen waren, erfolgte gegen 18.00 Uhr auf dem dafür gesperrten Parkplatz Bothfeld (Bundesautobahn 2) eine Kontrolle der aggressiven Personen. Anschließend wurde der Bus von der Polizei an die deutsch-niederländische Grenze eskortiert.
Während des von 2.500 Zuschauern verfolgten Fußballspiels in der "Wahre Dorff-Arena" wurden auf dem Vereinsgelände insgesamt 23 weitere holländische Hooligans angetroffen, die ebenfalls ein Aufenthaltsverbot für die Region Hannover erhielten.
Darüber hinaus stellten die Beamten drei Personen mit bundesweitem Stadionverbot in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes fest - auch sie mussten den Bereich unverzüglich verlassen.
"Somit konnte die Polizei vor, während und nach dem Testspiel Auseinandersetzungen von Risikoanhängern verhindern," bilanzierten die Ordnungshüter.