Gerhard Ortelt ist vom Klassenerhalt überzeugt

Gerhard Ortelt ist beim MTV Ilten der Mann für alle Fälle./Depenau (Foto: Klaus Depenau)

MTV Ilten will Abstand zu Abstiegsplätzen schnell vergrößern

Ilten (mj). Wenn die Rede auf den MTV Ilten kommt, dann fällt auch schon bald eine Name - Gerhard Ortelt. „Ohne Gerle läuft nichts“, meint auch Trainer Jörg Kretzschmar vom Bezirksoberligisten MTV Ilten.
Es ist nicht nur die Aufgabe des Managers der 1. Herren, die Gerhard Ortelt für den Verein so unentbehrlich macht. Der 68-jährige ist mehr als nur ein normaler Vereinsmitarbeiter. In diesem Jahr wurde dem Iltener, der früher in Bilm zu Hause war, für seine 50-jährige Mitgliedschaft auf der Jahreshauptversammlung des MTV Ilten die goldene Ehrennadel überreicht. In seiner langjährigen Sportlerlaufbahn hat Gerhard Ortelt weit über 1.700 Spiele für seinen Klub absolviert, dem er von der Jugend an treu geblieben ist. „Ich habe einmal nachgerechnet“, erinnert sich der MTVer. „In meiner aktiven Zeit als Mittelstürmer habe ich annähernd  genau so viele Tore geschossen, wie ich Spiele absolviert habe.“
Inzwischen ist Gerhard Ortelt bei seinem Verein „Mädchen für alles“, was keineswegs boshaft gemeint ist. Ob es nun Jugendspiele sind, wo ein Schiedsrichter benötigt wird, oder Fahrdienste zu absovieren sind, Gerhard Ortelt ist schon da, bevor man ihn anspricht. Dabei hätte er an und für sich mit seinen Aufgaben als Manager schon genug zu tun. „Ich lebe für den Fußball“, gibt der eingefleischte Junggeselle zu, der für den Verein längst unentbehrlich geworden ist. Nach dem Aufstieg vor sechs Monaten gilt nun die Sorge von Gerhard Ortelt dem weiteren Verbleib der 1. Herren  in der Bezirksoberliga. „Normalerweise können wir mit den 22 Punkten, die wir als Neuling aus den ersten 17 Spielen geholt haben, mehr als zufrieden sein“, findet Gerhard Ortelt, wobei er zweifellos Recht hat.
So beträgt bei vier festgeschriebenen Absteigern der Abstand zum Viertletzten 1. FC Wunstorf bereits zehn Punkte. Das sollte ausreichen, um sich für ein weiteres Jahr den Verbleib in der Bezirksoberliga zu sichern. Wenn es da nicht ein Problem gäbe, das nicht nur Gerhard Ortelt erkannt hat. „Die Zusammenlegung der beiden Oberligastaffeln führt zu einer erhöhten Anzahl von Absteigern. So müssten nach derzeitigem Stand der VfL Bückeburg, SV Bavenstedt und der SV Ramlingen/Ehlershausen absteigen. Da könnte es passieren, dass im schlimmsten Fall sechs Mannschaften absteigen müssen, zumal auch noch der SC Langenhagen und der VfV 06 Hildesheim bedroht sind.“
Um aus der Gefahrenzone herauszukommen, muss der MTV Ilten noch einige Punkte holen. „Am besten fangen wir bereits in den Nachholspielen am 21. Februar zu Hause gegen die TSV Burgdorf und den Sonnabend darauf bei Blau-Weiß Tündern damit an“,  sagte Gerhard Ortelt. Zum Nachholspiel gegen die TSV Burgdorf reist die MTV-Crew direkt aus ihrem dreitägigen Trainingslager in der Nähe von Nienburg (Nordholz/Warpen) an. „Da holen wir uns für die restlichen Spiele der Rückrunde den letzten Feinschliff“.
Um im Kampf um den Klassenerhalt zu bestehen, müssen die Iltener vor allem in den Heimspielen noch zulegen, wo sie bisher zu vier Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen kam. Auch auf fremden Plätzen ist noch Luft drin, wie sechs Niederlagen aus neun Spielen beweisen. Ein Abstieg wäre das allerletzte, mit dem sich Gerhard Ortelt anfreunden könnte. „Das gilt es unter allen Umständen zu verhindern“, fordert das Iltener Urgestein. „Neue Leute werden wir dafür aber nicht verpflichten. Wir setzen weiterhin auf unsere eigenen Spieler.“