Zweites Gemeindehaus entwidmet - Neuer Kirchenvorstand startet in Sehnde

Bei einer feierlichen Prozession alle sakralen Gegenstände aus dem Bonhoefferhaus am Papenholz in die Kreuzkirche in der Mittelstraße getragen, wo sich die evangelische Gemeindearbeit der Kernstadt Sehnde (mit gretenberg und Klein Lobke) künftig konzentriert. (Foto: Annika Walter)

Ein Beitrag von Annika Walter

SEHNDE (aw). Schon kurz nach der Entwidmungsfeier des Bonhoefferhauses wird in der evangelisch-lutherischen Kreuzkirche Sehnde ein weiteres wichtiges Zeichen für das weitere Gemeindeleben gesetzt: Am Sonntag, 3. Juni, ab 10.00 Uhr wird in einem besonderen Gottesdienst der neu gewählte Kirchenvorstand feierlich in sein Amt eingeführt. Noch bis zur vorletzten Amtsperiode hatte die Sehnder "Neustadt" um das bisherige zweite Gemeindehaus noch seinen eigenen Wahlbezirk - zum zweiten Mal wurde der Kirchenvorstand nun gemeinsam gewählt.
Die ausscheidenden Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher werden in dem Gottesdienst am 3. Juli feierlich entpflichtet. Ihnen wird für ihren bisherigen Dienst gedankt. Der Gottesdienst mündet in einen Stehempfang in der Kirche.
Dorthin waren nach der Entwidmung durch Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann in feierlicher prozession auch die sakralen Gerätschaften aus dem Bonhoefferhaus gebracht worden.
"Entwidmung ist so etwas wie ein Übergangsritus: Wir feiern Gottesdienst, blicken zurück, lassen noch einmal zum Leuchten kommen, was war und sagen Dank, geben unserer Trauer Ausdruck und verabschieden uns. Und dann tragen wir in einer Prozession mit der Bitte um Gottes Geleit hinaus, was dies Haus zur Kirche gemacht hat. Symbolisch zeigen wir: Wir sind Kirche auf dem Weg. Wir bringen die gottesdienstlichen Gegenstände in die Kirche ,Zum Heiligen Kreuz‘: dort werden sie weiter Verwendung finden. Und wir beenden den Gottesdienst mit einer gemeinsamen Abendmahlsfeier. Sie zeigt: Wir sind eine Gemeinde, auch am neuen Ort,", so die Landessuperintendentin.
Bereits am Mittwoch zuvor war bei einem "Tag der offenen Tür" ein Vorabschied vom Bonhoefferhaus erfolgt. Nunmehr im Eigentum der Stadt, ziehen hier Gruppen der Jugendarbeit und der Koperativen Gesamtschule ein. Verbindendes Glied zur Kirche bleibt aber die weiter am Papenholz beheimatete Kinderkrippe "Bonhoeffer-Arche". Die Gemeindeseelsorger und der Kirchenvorstand haben der Stadt angeboten, auch der Glocke am Bonhoefferhaus einen Standort auf Sehnder Gebiet zu geben - etwa auf dem Friedhof. Die Kosten der Umsetzung will die Kirchengemeinde tragen.
Eines aber ist nach den Worten der Gemeindeseelsorger Uwe Büttner und Damaris Frehrking sicher: "14 Gemeinderäume bisher waren eine Überversorgung. Wir haben festgestellt, dass nach dem Umbau in der Mittelstraße in den dort fünf Gemeinderäumen alle Gemeindegruppen ihren festen Platz finden."